Der Kinder-Mitmachzirkus Inakso aus Dillich weiß nicht weiter

Dillich: Kinder-Mitmachzirkus fürchtet um Existenz

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Mitmachzirkus Inakso hat Existenzsorgen: Karl, Madeleine, Luciano und Mary-Lou Lagrin wissen nicht, wann sie das nächste Mal Geld verdienen.

Normalerweise würde der Mitmachzirkus Inakso aus Dillich in diesen Tagen mit den Schülern der Grundschule Zimmersrode Akrobatik üben.

Man würde den Kindern zeigen, wie man Menschen zum Staunen und zum Lachen bringt. Doch in Zeiten von Corona gibt es kein „Normalerweise“: Dem Mitmachzirkus aus Dillich sind wegen des Virus alle Verträge gekündigt, alle Einkünfte weggebrochen.

„Ich habe keine Ahnung, wie es für uns weitergehen soll – jeder Krisentag bedroht unsere Existenz stärker“, sagt Karl Lagrin, Zirkuskind in siebter Generation. Die achte Generation ist auch dabei, Sohn Luciano (8) und Mary-Lou (5) stehen ebenfalls oft und gerne in der Manege, um Gleichaltrigen ihr Können zu zeigen, denn Inakso bietet Projektwochen an für Grundschulen und Kindergärten, hat sich also auf die Arbeit und das Spiel mit Kindern spezialisiert.

Kinder-Mitmachzirkus: Zehn Jahre lief es gut

Zehn Jahre lief das Geschäft richtig gut, zehn Jahre lang hat der Zirkus unzählige Kinder ermutigt, neue Dinge zu wagen, neue Talente zu entdecken, neuen Mut zu finden. Bis jetzt. Mit der Coronapandemie bricht der Familie die Grundlage für ihr ungewöhnliches Handwerk weg: ihr Publikum.

Wo Menschen nicht mehr zusammen kommen dürfen, können Schauspieler, Künstler, Artisten nicht mehr auftreten.

Für die Familie Lagrin bedeutet das eine einzige finanzielle Katastrophe. „Unser Konto rutscht total in die Miesen – wie soll das denn nur weitergehen?“, fragt Karl Lagrin verzweifelt. Er hat von milliardenschweren Hilfen für die Wirtschaft gehört, hat überall angerufen, ist von Pontius zu Pilatus verwiesen worden – doch bislang weiß niemand, wo, wie und wann man als in der Existenz bedrohter Selbstständiger Hilfe bekommt.

Kinder-Mitmachzirkus: Bitte um Spenden

Es soll Kredite vom Staat geben: „Doch selbst wenn wir die kriegen, brauchen wir sie zum Leben – wovon sollen wir das Geld aber später zurückzahlen?“ Und schon gar nicht weiß Karl Lagrin, wann denn dieses „Später“ sein soll. Niemand hat ja auch nur den Hauch einer Idee, wann die Menschheit wieder in den Normalmodus umschalten wird.

Deshalb hat Lagrin eine Bitte an alle, die ein Herz für Kinder und den Zirkus haben: Er bittet um Spenden und seien sie noch so klein. „Jeder einzelne Euro hilft uns zu überleben – die laufenden Kosten fressen uns auf.“ Der Dillicher kann nicht einmal die Versicherungen für seine Zirkus-Fahrzeuge stilllegen, denn dann wären die Verträge weg. Er hat bei Facebook unter „Inakso, der Mitmachzirkus“ seine Situation beschrieben, einen einfachen Spendenaufruf über Paypal eingerichtet.

Hoffnung auf Unterstützung

Karl Lagrin weiß genau, dass er bei weitem nicht der Einzige ist, den die Coronawelle zurzeit überrollt. Aber er hat die große Hoffnung, dass seine Zirkusfamilie dann noch da ist, wenn die Viruswelle verebbt ist.

Dazu kann jeder beitragen, auch mit Minisummen. facebook.com/mitmachzirkusinakso

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