Kurzer Draht zum Beruf

Ausbildungsbörse Borken: Viele Kontakte von Betrieben und jungen Leuten

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Am besten selbst ausprobieren: Franziska Boppert (links) durfte selbst einmal an einer Tischlermaschine Hand anlegen. Dabei beobachteten sie Tatjana Grau-Becker, Landrat Winfried Becker, Sabine Baumunk, Hans-Günter Hornschuh und sein Auszubildender Jan Söhnchen. 

Borken. Eine Vorstellung vom künftigen Beruf zu bekommen, zu hinterfragen, ob er wirklich zu einem passt - das war das Ziel der 13. Ausbildungsbörse des Schwalm-Eder-Kreises in Borken. 

Die Berufsfindung hat heutzutage viele Facetten, wie sich an den Ausstellungsständen zeigte. Um etwa die Zahl der Abbrecher zu reduzieren, bietet die Jugendwerkstatt Felsberg erstmals sozialpädagogische Unterstützung für Lehrling und Ausbildungsbetriebe mit dem neuen Programm „Jonas“ an. „Ich hatte eben jemanden, der will Tischler werden, aber die Mathenoten reichen nicht“, sagte Ulrike Otto. „Da organisiere wir eine Nachhilfe, damit das klappen kann.“

Kurzer Draht: Lucas Unbehauen (links) informierte Laura Baumann über die Ausbildung bei SMA. Das Foto zeigt hinten Carsten Folge und Alexandra Baumann.

75 Aussteller informierten auf der Messe. Das sei eine sehr gute Teilnahme, sagte Sabine Baumunk von der Kreisverwaltung. Da der Platz im Borkener Bürgerhaus nicht ausreichte, wurde ein Zelt auf dem Parkplatz aufgebaut.

Es gilt, unkonventionelle Wege zu gehen, damit die immer größer werdende Nachfrage nach Lehrlingen befriedigt werden kann und der drohende Fachkräftemangel möglichst nicht eintritt. „Wir achten darauf, dass die Auszubildenden der Betriebe informieren. Das ist Information auf Augenhöhe und verringert die Hemmschwelle“, sagte Landrat Winfried Becker.

Laura Baumann beispielsweise ließ sich von Lucas Unbehauen beraten, der bei SMA beschäftigt ist. Die 15-Jährige arbeitet gern mit ihren Händen. Am Werkstück lötete sie. Das gefiel ihr. Auch das Gespräch mit Lucas Unbehauen fand sie aufschlussreich. „Das ist lockerer als mit einem Erwachsenen aus der Firma“, meinte sie.

Ausbildungsleiter Heiko Fehr von der Firma Faubel aus Melsungen macht sich auf der Messe gern selbst ein Bild von möglichen Bewerbern. Es gebe Berufe wie Mediengestalter, da müsse man sich nicht um Nachwuchs sorgen. „Da bekommen wir hunderte Bewerbungen, weil der Beruf vor allem bei Frauen sehr beliebt ist.“ 

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