„Lage wird besser“: Parkhotel Borken verweist auf positives Halbjahresergebnis

Steht seit in der Grundsteinlegung in der Kritik: Das Hotel am Stadtpark Bürgerhaus. Jetzt legt Geschäftsführer Joachim Lehmann eine positive Bilanz des ersten Halbjahres vor. Archivfoto: Dellit

Borken. Mit dem Borkener Parkhotel geht es bergauf: Die Auslastungsquote des Hotels liege bei über 80 Prozent, der Umsatz sei um 56 Prozent gesteigert worden, teilt Joachim Lehmann mit.

Damit reagiert der Geschäftsführer der Stadtpark Hotel GmbH auf den Vorwurf, dass das Unternehmen ein einziger Zuschussbetrieb für die Stadt Borken sei. Sie muss in jedem Jahr 80.000 Euro zusteuern, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu halten. Dieser Vorwurf war auch beim HNA-Lesertreff in der vorigen Woche erhoben hoben.

Als Reaktion darauf legte Lehmann den Halbjahresbericht der Stadtpark Hotel GmbH vor. Täglich wohnten durchschnittlich 33 Gäste im Hotel, was auch den Einzelhandel und die Gastronomie in Borken belebe. Zudem machten jährlich über 20 Reisebusse im Parkhotel Station.

Auch bei den Tagungen habe man nahezu eine Vollauslastung erreicht, erklärt Lehmann. Grund dafür seien die qualifizierten Mitarbeiter, die rege Vermarktung und die positiven Bewertungen in vielen Internet-Portalen. Doch im Vergleich zur digitalen Wertschätzung sei die analoge, also die in Borken selbst, wesentlich geringer. Trotz hochwertiger und dennoch preiswerter Gerichte im Parkrestaurant sei der Zuspruch - auch bei Familienfeiern - ausbaufähig.

Die ständige Kritik kann Joachim Lehmann nicht nachvollziehen. Der Zuschuss der Stadt fließe nicht in die Kasse der Stadtpark Hotel GmbH, sondern unmittelbar in den Betrieb. Das Geld sei schlicht notwendig, um die Energie- und Nebenkosten zu zahlen.

„Viele Veranstaltungen sind nicht kostendeckend: Dies ist so gewollt und entspricht auch der Funktion eines Bürgerhauses“, erklärt Lehmann. „Ich bin fest davon überzeugt, dass das Gebäude nicht ohne Zuschüsse zu betreiben ist.“ Auch die 15 Borkener Dorfgemeinschaftshäuser würden schließlich bezuschusst.

Ohne Hotel aber, betont Lehmann, sei das ganze Konzept zum Scheitern verurteilt, denn Gewinne erziele die GmbH allein mit dem Hotel. Dessen gute Auslastung fange die anderen defizitären Bereiche wie den Restaurantbetrieb auf. Lehmann geht davon aus, dass in diesem Jahr erstmals seit zehn Jahren ein Überschuss erwirtschaftet wird. Der solle in voller Höhe den Rücklagen zugeführt werden.

In erster Linie aber sei es wichtig, dass die Borkener ihr Bürgerhaus mehr würdigten. Das sei auch Wunsch der Mitarbeiter, die nach den jüngsten Debatten um ihre Arbeitsplätze und auch um ihren fachlichen Ruf fürchteten.

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