1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Borken (Hessen)

Landgasthof Wiegand in Freudenthal gehört zu den besten Dorfgasthäusern

Erstellt:

Von: Lea Beckmann

Kommentare

Er hat 2015 den Landgasthof Wiegand von seinem Vater Willi Wiegand übernommen: Manuel Wiegand freut sich über die Auszeichnung, zu den besten Dorfgasthäusern in Hessen zu gehören.
Er hat 2015 den Landgasthof Wiegand von seinem Vater Willi Wiegand übernommen: Manuel Wiegand freut sich über die Auszeichnung, zu den besten Dorfgasthäusern in Hessen zu gehören. © Lea Beckmann

In einem von der Landesregierung und dem Hotel- und Gastronomieverband Dehoga ausgerufenen Wettbewerb wurden die 50 besten Dorfgasthäuser in Hessen ausgezeichnet.

Freudenthal – Seit 1907 ist der Landgasthof Wiegand in Freudenthal im Familienbetrieb. Aus dem Dorf ist die Gaststätte gar nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile leitet die dritte Generation das Haus.

Manuel Wiegand (41) hat es 2015 von seinem Vater Willi Wiegand (71) übernommen. „Ich wurde nicht gezwungen, im Gastronomiebereich anzufangen“, sagt Manuel Wiegand und lacht. Er hat verschiedene Praktika gemacht – bei einem Fahrradtechniker, Heizungsbauer und in einer Küche in Kassel. „Das Kochenlernen hat mir am meisten Spaß gemacht – und jetzt lebe ich dafür“, sagt er. Doch auch wenn Manuel Wiegand mittlerweile der Inhaber der Gaststätte ist, sind seine Eltern Willi und Regina regelmäßig im Einsatz. Und dieses familiäre Umfeld ist auch bei den Gästen zu spüren. „Wir nehmen uns Zeit für unsere Besucher und trinken auch mal ein Bier zusammen“, sagt der 41-Jährige. Das mache den Gasthof zu etwas Besonderem.

Auszeichnung für den Landgasthof Wiegand in Freudenthal

Über die vielen Jahre hat sich auch einiges im Landgasthof verändert. „Am Anfang wurde hier eigentlich nur Ahle Wurst und selbst gebackenes Brot verkauft“, erinnert sich Willi Wiegand. 1967 seien die ersten Speisen verkauft wurden. Dann fanden immer wieder Renovierungsarbeiten in den drei Räumen – Saal, Bauern- und Jordanstube – statt. Seit 2014 verfügt die Gaststätte über einen Biergarten. „Der wurde von Beginn an gut angenommen“, sagt Manuel Wiegand.

Im selben Jahr wurde auch der Garten vom Haus entfernt, um weitere Stellplätze zur Verfügung zu stellen. Außerdem haben die Gäste die Möglichkeit, in einem der drei Gästezimmer oder in der Ferienwohnung zu übernachten. Auch wenn sich baulich vieles verändert hat, ist eines von Anfang gleich geblieben: „Wir stellen viele der Gerichte in unserer eigenen Fleischerei selbst her“, erklärt Willi Wiegand. Dort entsteht die berühmte Bratwurst. „Die ist einen halben Meter lang“, sagt der 71-Jährige.

HNA Grafik
Der Landgasthof Wiegand © HNA

Der Landgasthof serviert aber nicht nur gutes Essen, sondern Manuel Wiegand ist auch im Vereinswesen aktiv. So ist er im Ortsbeirat, im Gesangs- und Feuerwehrverein. „Zudem unterstützen wir auch die Jugendarbeit und helfen bei allerlei Festen mit“, so Wiegand.

130 Gäste können im Landgasthof Platz nehmen. Wenn es in der Weihnachtszeit das berühmte Gänseessen gibt, kommen die Menschen auch gerne von weiter weg. „Da sind auch schon welche aus Frankfurt angereist.“ (Lea Beckmann)

Auch interessant

Kommentare