Großeinsatz der Polizei und Zugverspätung

Lebensgefahr: Jungs auf Bahnbrücke zwischen Borken und Homberg

Borken. Zwei Jugendliche haben für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt: Die 17-Jährigen saßen auf der Brücke, die nahe Singlis über die Main-Weser-Bahn führt, auf dem Vorsprung direkt über den Gleisen.

Zwei Streifenwagen und der Polizeihubschrauber wurden sofort zum Einsatzort geschickt. Vorsorglich wurde die Bahnstrecke gesperrt. Ein Streifenwagen der Hessischen Landespolizei war ebenfalls im Einsatz. Die Polizisten trafen in der Nähe der Brücke die Jungen an, die zugaben, dass sie auf der Brücke gesessen hatten, es sei ein Spaß gewesen.

Die Jugendlichen wurden von den Polizisten über ihr gefährliches Fehlverhalten aufgeklärt und an ihre Eltern übergeben.

Das Verhalten der Jugendlichen wird von der Bundespolizei nicht als Spaß gesehen. Ihr Aufenthalt auf dem Vorsprung der Brücke habe den Eisenbahnbetrieb gestört und führte zu dem Großeinsatz der Polizei. Nun haben die jungen Männer mit einer Ordnungswiedrigkeit zu rechnen.

Den Jungen war auch nicht bewusst, in welcher lebensgefährlichen Situation sie sich befanden.

Die Bundespolizei warnt ausdrücklich vor dem lebensgefährlichen Aufenthalt im Gleisbereich. Die 15.000 Volt Stromstärke in Bahn-Oberleitungen sind lebensgefährlich. Nicht nur das Berühren, sondern schon die bloße Annäherung könne tödlich enden.

Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Für eine Strecke von 100 Meter benötigen sie nur zwei Sekunden und haben einen langen Bremsweg.

Die Jungen auf der Brücke und der anschließende Großeinsatz sorgten dafür, dass fünf Züge eine Verspätung von insgesamt 95 Minuten hatten. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Mittwoch, gegen 18.25 Uhr, wie die Bundespolizei Kassel, jetzt erst mitteilt.

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