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Leila Köhler bietet in Borkener Laden „Libelle“ mehr als nur Geschenke

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Von: Claudia Brandau

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Viele schöne Dinge: Leila Köhler bietet in ihrem neuen Geschäft „Libelle“ in der Borkener Bahnhofstraße 37 feine Handwerkskunst an. Im Bild Holzkugelschreiber, Taschen und Keramik.
Viele schöne Dinge: Leila Köhler bietet in ihrem neuen Geschäft „Libelle“ in der Borkener Bahnhofstraße 37 feine Handwerkskunst an. Im Bild Holzkugelschreiber, Taschen und Keramik. © Claudia Brandau

Leila Köhler hat in der Bahnhofstraße 37 in Borken ihren Laden „Libelle“ eröffnet. Teil ihres Sortiments sind viele ungewöhnliche Geschenkideen.

Borken – Es ist ein klares Angebot, das Leila Köhler ihren Kunden da macht: Die Kleinengliserin hat in ihrem neuen Laden „Libelle“ in der Bahnhofstraße 37 in Borken Dinge zusammengestellt, die man gerne anschaut, befühlt und vor allem nutzt.

So sind die Taschen, die Leila Köhler aus hochwertigen Stoffresten näht echte Unikate, genau wie die Kränze, deren Materialien sie bei Spaziergängen sammelt. Und wer sich für Yoga oder Meditation interessiert, sollte sich die hellen Kissen anschauen, die sie aus feiner Seide näht – auf ihnen kommen Körper und Geist wohl schneller zur Ruhe, als man glaubt.

Es sind viele ungewöhnliche Geschenkideen, die die 62-Jährige da zusammengestellt hat. Alle stammen von regionalen Handwerkskünstlern wie dem Borkener Drechsler Werner Singer, dessen Holzkugelschreiber am Tresen stehen und die so gut in der Hand liegen wie die Tassen und Gefäße der Bad Wildunger Töpferin Silvia Denner.

Vor allem aber sind es immer wieder die Arbeiten von Leila Köhler selber, die das Angebot in der „Libelle“ ausmachen. Die Geschäftsräume sind aber nicht nur Verkaufsfläche, sondern auch Werkstatt: Köhler vernäht dort Kissen und Taschen, bindet Materialien aus der Natur zu floralen Schmuckstücken.

„Libelle“ bietet überschaubares, klares Angebot

Das alles auf kleinem Raum mit wohltuend überschaubarem Angebot. In der Libelle leiten klare Strukturen den Kunden: Er wird nicht von Masse, sondern von Klasse angezogen, findet Zeit, mit den Augen zu wandern und dann mit Bedacht einzelne Stücke aus dem Regalen zu nehmen. Oder die Bilder zu betrachten, die die Neuentaler Künstlerin Gabriele Günther in großen und kleinen Dimensionen fertigt.

Für Leila Köhler ist der Schritt zum eigenen Laden die logische Konsequenz auf all die Jahre, in denen sie Kunsthandwerksmärkte beschickte. Die Corona-Pandemie setzte dem ein Ende, sie erfand sich neu, arbeitete als Betreuerin eines autistischen Kindes mit dem Jugendamt zusammen bis der Vertrag nun auslief – und sprang beherzt in die Selbstständigkeit. Statt Märkte beschickt sie nun die Borkener Innenstadt mit ihren kreativen Ideen.

Laden „Libelle“ ist an fünf Tagen pro Woche geöffnet

Seit 18 Jahren lebt Leila Köhler, die die ersten sieben Lebensjahre in Damaskus verbrachte, in Kleinenglis. Doch erst jetzt, nach der Familienphase und den vielen Jahren als Kunsthandwerksmarktfrau kommt sie so richtig und endlich in Borken an.

Hat sie Sorge, zu mutig gewesen zu sein, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben? Bevor Leila Köhler antworten kann, geht die Tür auf: „Ich wollte Ihnen nur sagen, dass Sie die Borkener Innenstadt wirklich bereichern: Das ist schön, dass Sie diesen Laden eröffnet haben“, sagt eine Kundin und winkt freundlich.

Zeichen wie diese sind Leila Köhler nicht neu: „Ich habe im Vorfeld so viel Bestätigung und Ermutigung erfahren – ich konnte gar nicht anders als diesen beruflichen Schritt zu gehen.“ Und der Laden hat einen weiteren Vorteil: „Jetzt habe ich die Zeit, um die Menschen hier kennenzulernen – und sie mich“, sagt sie. Wer das möchte, hat an fünf Tagen die Woche Gelegenheit dazu.

Öffnungszeiten: Die Libelle in der Bahnhofsstr. 37 ist dienstags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 13 Uhr.

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