Mehr Befürworter als Gegner

A 49-Demo: Mehr Gegendemonstranten als Radler

Zum wiederholten Male haben Radfahrer gegen die Rodung des Dannenröder Forst und den A 49-Ausbau demonstriert. Diesmal kamen mehr Gegendemonstranten.

Schwalm-Eder – Nur knapp 40 Radfahrer haben sich am Samstag (31.10.2020) auf den Weg über den gesperrten Autobahnabschnitt zwischen Wabern und Borken in Richtung Dannenröder Forst gemacht, um ihre Meinung kundzutun – mittlerweile zum vierten Mal. Viel lauter war der Protest auf der Gegenseite. Bis zu 250 A 49-Befürworter nahmen die Radfahrer an der Stockelache buhend in Empfang.

Rad-Demo auf A 49 in Richtung Dannenröder Forst

„Ich freue mich, dass so viele gekommen sind“, sagte Norbert Heller von der Bürgerinitiative Pro A 49 gegenüber der HNA. Schon immer sei eine große Mehrheit der Menschen für den Autobahnausbau gewesen. Das bestätigten die Ausbau-Befürworter Hubert Schauberick aus Zimmersrode und Ottmar Kramer aus Waltersbrück. „Es wäre ein Hohn, würde der Ausbau gestoppt. Den Bewohnern an der Bundesstraße ist der Lärm nicht mehr zuzumuten“, sagte Schauberick. „Die, die hier sind, leiden unter der Verkehrsbelastung. Die, die sich von Brücken abseilen, kennen unsere Situation nicht.“

Norbert Heller von der Bürgerinitiative Pro A 49

Laut Polizei verlief die Demonstration friedlich. Lediglich beim Aufeinandertreffen von Ausbau-Gegnern und Befüwortern sei es zu Wortgefechten gekommen, sagte Jürgen Auth, Medienberater der A 49-Pressestelle der Polizei. Sowohl vor Ort an der Stockelache als auch bei der Abschlusskundgebung in Schlierbach gab es Pfeifkonzerte und laute Rufe, Ausschreitungen blieben aber aus. Aus Kassel fuhren etwa 37 Demonstranten über die A 49 in Richtung Dannenrod, so Auth.

A 49-Gegner machen sich bei Rad-Demo auf den Weg in Richtung Dannenröder Forst

An der Stockelache in Borken trafen die A-49-Befürworter und die Gegner aufeinander.

Auf einer zweiten Route machten sich am Samstag A 49-Gegner aus Gießen auf den Weg in den Dannenröder Forst, um gegen die Abholzung des Waldes zu protestieren. „Wir waren um die 350 Radfahrer“, sagte Mitinitiator Finn Becker. Diese Zahl bestätigte auch die Polizei. „Dass es ab Kassel nur so wenige waren, ist schade.“ Allerdings sei die Strecke schwieriger zu fahren. „Wir sitzen doch im selben Boot“, betonte Becker. Sowohl Befürworter als auch Gegner würden den Verkehr entzerren wollen. (Daria Neu und Chantal Müller)

Eine Bilderstrecke dazu gibt es hier.

Rubriklistenbild: © Peter Zerhau

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