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Teenager sind im Jugendtreff Borken willkommen

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Von: Claudia Brandau

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Luftballons wiesen bei der Eröffnung den Weg: Die neuen Jugendräume Borken im Bommerweg 15 sind fertig. Jugendpflegerin Marlene Vogt (2. von links mit Schal) begrüßte viele Gäste.
Luftballons wiesen bei der Eröffnung den Weg: Die neuen Borkener Jugendräume im Bommerweg 15 sind fertig. Jugendpflegerin Marlene Vogt (2. von links mit Schal) begrüßte viele Gäste. © Claudia Brandau

Die neuen Räume geben der Jugendarbeit in Borken neuen Schub: Schon bei der Eröffnung am Donnerstagnachmittag kamen immer wieder kleine Trüppchen junger Leute ins Haus im Bommerweg 15, die Stadtjugendpflegerin Marlene Vogt nie zuvor gesehen hatte: „Das ist super, dass ihr da seid“, freute sie sich mitten in ihrer Eröffnungsrede.

Borken - Bis sie die hat halten können, ging viel Zeit ins Land: Bereits 2018, berichtete Bürgermeister Marcel Pritsch, hatte die Stadt Borken die Jugendlichen an Plänen beteiligt, sie bei Umfragen nach Ideen gefragt, was die Stadt für junge Leute tun könne.

Vier Jahre später nun sind die Jugendräume eröffnet: „In der Zwischenzeit hat vielleicht schon der eine oder andere damals Befragte vor dem Traualtar gestanden“, witzelte Pritsch. Aber es habe lange gedauert, zentral gelegene und geeignete Räume in der Kernstadt zu finden.

Der Jugendtreff ist im Bommerweg 15 nahe des Rathauses angesiedelt: Genau dort, wo bis vor Kurzem die Schreibtische der Mitarbeiter der Finanzverwaltung standen, stehen nun Tische, Stühle, ein bequemes Sofa, eine Nintendo Switch mit Controllern und Spielen, an den Wänden hängen ein großer Fernseher und eine Dartscheibe, die Küche ist komplett mit modernen Geräten und Schränken ausgestattet.

Möglich gemacht, hat das nicht nur die Stadt, sondern auch die Leader Region Schwalm-Aue, die den Jugendtreff mit knapp 4000 Euro aus dem Regionalbudget unterstützte: „Damit wollen wir Projekte für junge Menschen unterstützen“, sagte Geschäftsführerin Sonja Pauly. „Bei vielen Diskussionen über den demografischen Wandel geht es vor allem um die Älteren – aber wir bewerten auch Jugendprojekte sehr hoch – wir wollen diese Zielgruppe keinesfalls aus den Augen verlieren“, so Pauly.

Das will auch keinesfalls die Stiftung Lesen. Zusammen mit der Stadtbücherei und der Stadtjugendpflege will sie dort einen sogenannten Media-Lab-Standort, berichtete Veronika Bruckner, Leiterin der Borkener Stadtbücherei. In diesen Media Labs sollen Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren mit Tablets, Apps und Medien kreativ sein und so ihre Lese- und Medienkompetenz fördern.

Die Stadtjugendpflege bietet ab dem 16. November je mittwochs und donnerstags je ab 16 Uhr offene Treffen an. Ziel solle es sein, dass die Jugendlichen ein Konzept für eine Art Selbstverwaltung erarbeiten, also auch Verantwortung für den neuen Treff tragen. „Der neue Anlaufpunkt steht und fällt mit den Jugendlichen, die ihn besuchen“, sagte Marlene Vogt.

Das werden hoffentlich viele sein: Und zwar nicht nur die jungen Leute aus der Kernstadt, sondern auch aus den Stadtteilen sind eingeladen und willkommen, sagte Bürgermeister Pritsch. Donnerstags sei der Treff auch gut mit dem Bürgerbus zu erreichen. Zudem bietet der Verein Indimaj im ersten Stockwerk des Hauses eine Hausaufgabenhilfe an, auch das bietet für viele die Gelegenheit, vorher oder nachher einfach mal im neuen Jugendtreff vorbei zuschauen. (Claudia Brandau)

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