Bislang nur eine grüne Wiese

Schneller Beschluss: Vor Borken entsteht eine 1,8 Hektar große Solaranlage

Bislang nur eine grüne Wiese: In den nächsten Tagen sollen vor den Toren der Stadt Borken die ersten Arbeiten für den Bau einer Photovoltaikanlage beginnen. Foto: Peter Zerhau

Dieser Punkt hatte in der Haupt- und Finanzausschusssitzung (Hafi) zu Debatten geführt: Die Stadt Borken macht den Weg für eine Flächensolaranlage an der Marburger/Berliner Straße frei.

Auf einer bislang grünen Wiese soll eine 1,8 Hektar große Anlage entstehen. Am Montagabend hat der Magistrat nach einer Ortsbesichtigung mit Bauausschuss und Fraktionsvorsitzenden grünes Licht fürs Projekt gegeben. Bereits in den kommenden Tagen soll die Baustelle eingerichtet werden, kündigt Bürgermeister Marcel Pritsch an.

Wolfgang Bauer (CDU) hatte in der Hafi-Sitzung die Entscheidung als „nicht transparent“ und „befremdlich“ bezeichnet: Viele Ortsbeiräte hätten im Vorfeld das Ansinnen auf eine Solarflächenanlage aus optischen Gründen oder der Sorge vor weitreichender Spiegelung abgelehnt – nun aber entsteht sie nahe des Borkener Wohngebiets.

Um diese Fläche geht es: Entlang der Marburger Straße soll eine Solaranlage entstehen. Fotomontage: Stadt Borken

Bauers Kritik: Zum einen seien die Bürger nicht informiert worden, zum anderen verbrauche die geplante Anlage viel Fläche und Landschaft. Es habe aber bereits Verhandlungen und Absprachen mit dem Hamburger Investor gegeben: „Dass wir da nun tatenlos zusehen müssen, das ist bitter,“ sagte Bauer in der Sitzung. Bürgermeister Pritsch wies als Antwort darauf hin, dass es sich zum einen beim Standort um eine Fläche in einem Gewerbegebiet handele, die seit Jahren nicht nachgefragt werde, zum anderen die Stadt auch erneuerbaren Energien eine Chance geben wolle.

Die Fläche befindet sich nicht im Eigentum der Stadt, ihr gehört lediglich der lange Grünstreifen entlang des Grundstücks, der bisher als Blühfläche diente. Die große Wiese befindet sich in Privateigentum. Beim Ortstermin am Montag haben die Politiker die Fläche und das Vorhaben positiv bewertet, berichtet Pritsch, und sich auf ein vereinfachtes Verfahren geeinigt. Die Fläche befinde sich im Industriegebiet, weise eine schlechte Topografie für Betriebe, aber eine sehr gute für eine Flächensolaranlage auf, sagt der Bürgermeister.

Zudem werde die Fläche nicht unwiederbringlich verbraucht und auch nicht versiegelt, in 20 Jahren könne sie durchaus auch wieder anderweitig genutzt werden.

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