Gastronomie an Stockelache soll verändert werden

Strandbar soll Gäste locken: Borken sucht Pächter für Seerestaurant

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Neuer Pächter gesucht und neue Investitionen geplant: Die Stadt Borken sucht neue Betreiber fürs Seerestaurant an der Stockelache, sie will zudem Umbauten vornehmen.

Die Stadt Borken wird sich in diesem Jahr mit dem Naturbadesee Stockelache beschäftigen: Sie ist auf der Suche nach einem Pächter für die dortige Gastronomie, denn die jetzigen Betreiber haben zum Jahresende gekündigt.

Zum anderen will die Stadt einige gastronomische Veränderungen vornehmen: „Wir müssen die Bedingungen dafür schaffen, dass an heißen Tagen hunderte von Badegästen schnell und gut versorgt werden können“, sagt Borkens Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm.

Bislang war das kaum möglich, denn die Küche sei zu klein, die Ein- und Ausgänge zu eng. „Da müssen wir dringend nachbessern, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen“, sagt Pritsch-Rehm. Bislang hätten die Betreiber gerade in den Sommermonaten und an heißen Tagen mit tausenden Badegästen vor großen Herausforderungen gestanden.

Alle hungrigen und durstigen Gäste gut und schnell zu versorgen, das müsse die Maxime für den Umbau des Küchen- und Servicebereichs sein. Neu ist die Idee von Wirtschaftsförderer Thomas Pruschwitz, eine Strandbar am Seeufer aufzubauen: „Damit könnten wir neben den Badegästen auch am Abend viele Besucher anziehen“, hofft Pritsch-Rehm. Er ist überzeugt davon, dass das Restaurant am Badesee nicht nur für die Sommermonate, sondern für den Rund-ums-Jahr-Betrieb geradezu prädestiniert ist. Mit seiner idyllischen Lage am See und dem Veranstaltungsraum biete es sich auch außerhalb der Sommermonate für Gesellschaften geradezu an. Jetzt gelte es, schnell einen neuen Pächter zu finden, bis zum Jahresende und damit bis zum letzten Drücker zu warten, sei keine Option.

Das Seerestaurant biete viele Möglichkeiten: „Bei 50.000 Badegästen pro Jahr wissen wir um das große Potenzial der Stockelache“, sagt Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm.

Jetzige Betreiber: Haben viel Herzblut hineingesteckt

Für Yvonne Heilmann und Berthold Schreiner steht es längst fest: Es ist das letzte Jahr, in dem sie das Seerestaurant an der Stockelache betreiben, Ende 2019 ist Schluss, dann geben sie den Betrieb auf. 

Für diese Entscheidung gebe es viele Gründe, sagt Schreiner, vor allem aber den, dass die Gastronomie keinesfalls für den Ansturm ausgelegt sei, der an heißen Tagen erfolge, wenn tausende Badegäste Liegewiese und Strand bevölkern und sich mit Essen und Getränken versorgen wollen. Die Küche sei dafür zu klein, die Zahl der Lagermöglichkeiten zu gering. Zudem gebe es viel zu wenige Toiletten, und noch dazu seien sie nur von außen und eben nicht von innen erreichbar: Die sanitären Anlagen sind auch für Restaurantgäste nur übers Freigelände zu erreichen. 

„Die Infrastruktur ist in den 1990er-Jahren stehen geblieben“, sagt Schreiner. „Es ist seitens der Stadt nichts mehr verändert oder gebaut worden“, sagt er. Was außerdem bedauerlich sei, sei die Tatsache, dass die Stadt die Pächter bei Entscheidungen selten befragt oder mit ins Boot genommen habe. So sei beispielsweise die Ladestation für E-Bikes viel zu weit von der Gastronomie entfernt: „Wer sein Rad lädt, der will es in Sichtweite haben, wenn er auf der Terrasse bei einem Getränk sitzt.“ Da aber der Zuspruch der Gäste nach wie vor groß sei, haben sowohl seine Tochter als auch er viel Herzblut in die Gastronomie am See gesteckt.

Der Abschied zum Jahresende werde deshalb mit Sicherheit kein leichter werden. Was er den Nachfolgern wünscht: Dass die Stadt Borken die baulichen Gegebenheiten tatsächlich so verändert, dass die neuen Pächter gut arbeiten können. Berthold Schreiner betont, dass alle Veranstaltungen, die fürs laufende Jahr im Seerestaurant gebucht sind oder noch gebucht werden sollen, dort selbstverständlich in der gewohnten guten Qualität stattfinden.

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