Hans Griese (SPD) wirft eigener Partei Wählertäuschung vor

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Erhebt Vorwürfe gegen die eigene Partei: Hans Griese (SPD). 

Schwalm-Eder. Der frühere SPD-Unterbezirksgeschäftsführer Hans Griese (Borken) hat schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen der SPD-Schwalm-Eder erhoben.

Obwohl er vom SPD-Ortsverein Borken und vom SPD-Unterkreis Borken-Homberg als Kandidat für den Kreisausschuss nominiert worden sei, werde er nun nicht berücksichtigt.

Dr. Edgar Franke

Der Kreistag nominiert in seiner Sitzung am Montag in Melsungen auch die Mitglieder des Kreisausschusses. Der Unterbezirksausschuss der SPD hatte sich in einer Sitzung am 27. Juni mit 24:8 Stimmen für den Jesberger Michael Wolf und nicht für Hans Griese entschieden. Die Partei könne doch einen öffentlich benannten Kandidaten nicht einfach austauschen, kritisiert Giese. „Für die Wähler ist das doch ein absoluter Wahlbetrug“, schreibt der 64-Jährige in einem Offenen Brief, den er unter anderem an den SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel sowie an den SPD-Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel geschickt hat. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, entgegnet der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Schwalm-Eder, Dr. Edgar Franke. Der SPD-Unterbezirksausschuss sei das höchste Gremium zwischen den Parteitagen. Dort habe es ein klares Votum für Michael Wolf gegeben.

Von Wählertäuschung kann nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten keine Rede sein. Kreisausschussmitglieder würden nicht direkt von den Wählern gewählt, sondern nach Vorschlag der Fraktionen vom Kreistag nominiert.

Indirekt drohte Hans Griese, die SPD zu verlassen. „Bleibt es bei der beabsichtigten Vorgehensweise, ist die SPD Schwalm-Eder nicht mehr meine Partei“, schrieb er.

33 Jahre war der Borkener hauptamtlicher SPD-Unterbezirksgeschäftsführer, 25 Jahre ehrenamtlich Geschäftsführer der SPD-Kreistagsfraktion. 

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