Evangelische Gemeinde hat neuen Pastor

Tobias Togno ist ein neuer Pfarrer in Borken

Will in Borken gut ankommen und arbeiten: Tobias Togno wird am Sonntag ins Amt des neuen Pfarrers der Freien Evangelischen Gemeinde Borken eingeführt.
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Will in Borken gut ankommen und arbeiten: Tobias Togno wird am Sonntag ins Amt des neuen Pfarrers der Freien Evangelischen Gemeinde Borken eingeführt.

Vielleicht gibt es deutlich bessere Zeiten, um beruflich an einem neuen Wohnort durchzustarten, als mitten in einer Pandemie. Tobias Togno aber macht beim Treffen alles andere als einen unglücklichen Eindruck: Der 31-Jährige gerade seine Stelle als Pfarrer der Freien Evangelischen Gemeinde Borken angetreten.

Borken - Am morgigen Sonntag, 31. Januar, wird er in einem feierlich-musikalischen Gottesdienst – und natürlich unter Coronaregeln – in sein Amt eingeführt. Die Krise gebe ihm die Chance und die Zeit, um gut und ohne jeden Stress, zig Leute gleichzeitig kennenlernen zu müssen, in Borken anzukommen.

Und ankommen ist genau das, was der Theologe will, der gerade mit seiner Familie von Potsdam nach Nordhessen gezogen ist. Ist das nicht ein krasser Unterschied? Ja, schon, sagt Togno ganz wertungsfrei. Doch sowohl seine Frau als auch er hätten schnell gemerkt, dass sie keine Großstadtmenschen seien. In Borken seien sowohl die Wege in die Geschäfte als auch in die Natur kurz, die Familie vermisse nichts.

Er will in Borken ein zu Hause finden

Gute Voraussetzungen, um in der neuen Heimat Fuß zu fassen. Und diese Heimat hat sich Tobias Togno ganz bewusst ausgesucht: Es war die enge Verbindung der Freien Evangelischen Gemeinde mit dem Verein Hoffnung für Dich in Falkenberg. Denn Togno hat während des Studiums einen alkohol- und drogenabhängigen Freund begleitet, kann und will in der Falkenberger Einrichtung eigene Erfahrungen einbringen und erweitern.

Tobias Tongo setzt auf Offenheit. Seine Predigten verweisen auf die Bibel – aber auch auf das, was ihn selbst beschäftigt und bewegt. Und wenn er nicht gerade Worte dafür findet, dann Töne: Der 31-Jährige spielt Gitarre, Ukulele, Saxophon und viele andere Instrumente. Musik ist seine große Leidenschaft, genau wie die zur Literatur. Was ist sein Ziel? Tongo hat gleich zwei: „Ich will mit meinen Begabungen einen guten Beitrag zum Leben der Menschen in der Gemeinde leisten.“ Und das andere? „Ich würde gerne mit meiner Familie langfristig hier ein Zuhause finden.“ Das hören viele Gemeindemitglieder wohl gerne. (Claudia Brandau)

Zur Person

Tobias Togno stammt aus Lemgo, studierte Theologie in Gießen und arbeitete zwei Jahre als Jugendreferent in Brandenburg, bevor er für drei Jahre in einer Potsdamer Gemeinde tätig war. Der 31-Jährige hat italienische Vorfahren, deshalb spricht sich der Name „Tonjo“ aus. Von seinen Ahnen aber blieb ihm nur eines: eine große Leidenschaft fürs Backen von Pizza.

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