Haufen sogar im Waschbecken

Igitt! Vandalen verwüsteten öffentliche Toilette in Borken

Besudelt und verschmutzt: Die Täter setzten sogar einen Haufen ins Waschbecken.

Borken. Es gibt Anblicke, die einen spontanen Brechreiz auslösen. Den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Borken erging es jetzt wohl so, als sie sahen, was Vandalen in der öffentlichen Toilette im Engelhardtschen Hof in Borken angerichtet hatten: eine echte Orgie der Verwüstung.

Die Täter traten den Handtuchhalter ab, rissen die Seifenspender aus der Wand, verstopften die Toiletten mit Papier – und setzten dazu noch etliche Haufen in die Waschbecken. Und weil das immer noch nicht das größtmögliche Maß an Zerstörung war, kackten sie vor (!) die Eingangstür, also deutlich für alle sichtbar, und zogen die Tür dann solange über den Haufen, bis der Kot wie ein fester Bodenbelag verteilt war.

Stadtsprecher Siegfried Bank kann kaum fassen, wie groß die Zerstörungswut der unbekannten Täter war. „Das Ganze ist eine Schweinerei höchsten Grades“, beschreibt Bank den Zustand der öffentlichen Toilette.

Ist auf ungewisse Zeit gesperrt: die einzige öffentliche Toilette in Borken.

Die war keinesfalls mehr nutzbar. Der völlig verdreckte Raum musste erst einmal unter größtmöglichem Hygieneschutz gesäubert werden, die Schäden aufgenommen, die kaputten Gegenstände ersetzt werden. Dennoch ist sie jetzt bis auf Weiteres geschlossen. Der Magistrat müsse erst entscheiden, wie künftig die Öffnungszeiten geregelt werden sollen, damit die Stadt die Kontrolle über die Einrichtung behalten könne, berichtet Siegfried Bank.

Fassungslos über die Zerstörungswut: Siegfried Bank von der Stadt Borken vor der öffentlichen Toilette im Engelhardtschen Hof. Unbekannte hatten vor kurzem das WC komplett zertrümmert und beschmutzt. Das ist bis auf Weiteres geschlossen. 

Es stehe aber außer Frage, dass die sanitäre Anlage wieder in Betrieb genommen werden soll, sagt Siegfried Bank. Denn es ist die einzige, die den Kunden und Einkäufern in der Borkener Innenstadt zur Verfügung steht. Außerdem: „Wir dürfen uns von solchen Menschen nicht unterkriegen lassen,“ sagt Bank. Die Täter haben auch die Kamera zerstört, die das öffentliche WC überwachen sollte. Die Stadt wird sich ein anderes Konzept einfallen lassen müssen, um die Sicherheit dort für Mensch und Inventar zu gewährleisten. 

Bank appelliert aber auch an die Zivilcourage der Menschen: Wer immer beobachtet, wo Randalierer unterwegs sind, solle den Mut haben, das Gesehene zu melden. Nur wenn alle hin- statt wegsehen, könne die Polizei die Täter auch wirklich dingfest machen. Und die waren im Borkener Fall unvorstellbar dreist. Das öffentliche Klo befindet sich direkt gegenüber der Eisdiele, es grenzt an den Parkplatz eines Getränkemarktes. Wer immer an solch exponierter Stelle die Hosen herunterlässt und einen Haufen vor das Örtchen setzt, muss extrem dreist und schamlos sein.

Die Stadt Borken ist auf der Suche nach den Tätern. Wer Hinweise geben kann, sollte sich im Rathaus oder bei der Polizei melden.
Polizei Homberg: 05681/7740

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