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Verkauf des Singliser Sees: Marinekameradschaft Borken will bleiben

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Von: Claudia Brandau

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Machen sich seit 25 Jahren für ihr fürs Küstenwachboot KW18 stark, das im Singliser See vor Anker liegt: Die Mitglieder der Marinekameradschaft Borken. © Peter Zerhau

Der geplante Verkauf des Singliser Sees war für viele Mitglieder der Marinekameradschaft Borken ein Schock: Sie wollen jedenfalls bleiben.

Die Tatsache, dass der Singliser See noch in diesem Jahr verkauft werden soll, habe den Verein bestürzt, sagt Vorsitzender Hans-Georg Braun.

Die Uniper Kraftwerke GmbH bietet den See, den sie von ihren Vorgängern Eon und Preußen-Elektra übernommen hat, über einen Immobilienmakler im Internet an. Kosten: 4,5 Millionen Euro.

Vorsitzender Hans-Georg Braun aber zeigt sich angesichts des anstehenden Eigentümerwechsels gelassen: Er ist zuversichtlich, dass die Marinekameradschaft weiter den Singliser See nutzen kann, in dem seit 25 Jahren das Küstenwachboot KW 18 vor Anker liegt. Erst im Januar war das Schiff wegen des niedrigen Wasserstandes auf Grund gelaufen, es hatte keinen Tropfen Wasser mehr unter dem Kiel. Um das 55 Tonnen schwere Schiff vor dem Auseinanderbrechen zu schützen, musste der Liegeplatz ausgebaggert werden. 

Allein aus diesem Grund ist es für Braun undenkbar, dass die Marinekameradschaft für ihr KW 18 einen anderen Liegeplatz suchen müsste. Und selbst wenn es den gäbe: Ein Schiff umzusetzen ist alles andere als eine billige Angelegenheit. Denn dafür braucht es einen Kran und einen Schwertransporter – und viel Geld. 50.000 Euro, so schätzt Hans-Georg Braun, würde ein Umsetzen kosten. „Definitiv zu viel für uns“, sagt Braun. Damit gibt es für die Marinekameradschaft gar keine Alternative zum Singliser See.

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Hans-GeorgBraun, Vorsitzender © Christine Thiery

Aber Hans-Georg Braun denkt gar nicht an ein Versetzen, er ist sehr zuversichtlich, dass der neue Eigentümer des Singliser Sees die alten, gewachsenen Strukturen und Verbindungen bewahren wird.

Nach Gesprächen mit Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm, der sich bereits in Gesprächen mit einem finanzstarken Investor befinde, setze er darauf, dass sich für die Marinekameradschaft nichts ändere. Auch, dass der Verkauf noch in diesem Jahr über die Bühne gehen soll und damit mächtig Tempo aufnimmt, bringt Braun nicht aus der Ruhe: „Am Standort Singliser See wird sich für uns bestimmt nichts ändern“, sagt er.

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