Alle Hoffnung war vergeblich

VW-Zulieferer Agatec musste Insolvenz anmelden

Die Verhandlungen sind gescheitert: Agatec-Geschäftsführer Manfred Möller-Sauter hat am Freitag für den Borkener VW-Zulieferer Insolvenz anmelden müssen. Foto:  Brandau

Borken. Alle Hoffnung war vergeblich: Die Übernahmeverhandlungen bei der Firma Agatec in Borken sind gescheitert.

Geschäftsführer Manfred Möller-Sauter hat am Freitag Insolvenz angemeldet, nachdem es keinerlei positiven Signale seitens VW mehr gegeben habe.

Noch am Dienstag hatte sich Möller-Sauter zuversichtlich gezeigt, dass die VW-Tochter Autovision den Borkener Dienstleister für den VW-Konzern übernehmen und die 20 Arbeitsplätze retten würde. Die Insolvenz schien damit nach wochenlangen Verhandlungen abgewendet zu sein, hatte sich Möller-Sauter zuversichtlich gezeigt.

Zuletzt aktualisiert um 17 Uhr. 

Es sah so aus, als würde „VW-Immobilien“ die Produktionshalle in Borken mieten, in der die Agatec-Mitarbeiter seit der Gründung vor acht Jahren die von VW gelieferten Materialien zu fertigen Teilen einer Abgasanlage montierten. Die VW-Tochter Autovision hätte, wären die Übernahme zustande gekommen, das operative Geschäft übernommen. Es habe nur noch der Entscheidung eines einzigen Gremiums bedurft, dann wäre alles in trockenen Tüchern gewesen. Diese Entscheidung sei aber auch bis zum Freitag nicht gefallen, teilt der vorläufige Insolvenzverwalter Henning Jung vom Büro Westhelle & Partner mit. "Das lang ersehnte positive Signal wurde nicht gegeben."

Geschäftsführer Manfred Möller-Sauter sei die Zeit davon gelaufen, der Gang zum Amtsgericht sei deshalb die richtige Entscheidung gewesen, sagte Jung. Er will nun "mit dem richtigen Maß Optimismus" die Verhandlungen wieder aufnehmen. Über deren Erfolgsperspektiven wollte er am Freitagnachmittag allerdings nicht spekulieren.

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