Stehender Applaus im Rathaus

Waldeckisches Salonorchester Cappuccino spielte in Borken

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Sie sorgten für gute Unterhaltung: von links Andrea Eiselt, Eberhard Enß, Larissa Niederquell, Daniel Senft und Rainer Böttcher vom Waldeckischen Salonorchester Cappuccino.

Borken. Den Reigen der Rathauskonzerte in Borken hat das Waldeckische Salonorchester Cappuccino am Sonntagabend eröffnet.

Unter dem Motto „Frühling in Wien“ spielten Andrea Eiselt (Violine), Eberhard Enß (Flöte), Larissa Niederquell (Oboe, Gesang), Daniel Senft (Violoncello) und Rainer Böttcher (Klavier) Werke von Vivaldi bis Strauß im ausverkauften Foyer des Rathauses.

„Wir laden Sie auf eine Reise in den musikalischen Frühling ein“, sagte Pianist Rainer Böttcher. Das Konzert wurde eröffnet mit dem flotten Marsch „Wien bleibt Wien“ von Johann Schrammel. Bei Antonio Vivaldis „Frühling“ aus den vier Jahreszeiten erzeugten die Musiker reizendes musikalisches Vogelgezwitscher.

Ebenfalls von Vivaldi war das Stück „Il Gardellino“, bei welchem Eberhard Enß mit seiner Querflöte den munteren Buchfink ertönen ließ. Mit virtuoser Sopranstimme verzückte Larissa Niederquell bei Georg Friedrich Händels „Meine Seele hört im Sehen“ aus dessen Werk „Neun deutsche Arien“.

Wie der Gesang eines Buchfinks: Eberhard Enß vom Salonorchester Capuccino ahmte mit seiner Querflöte das Gezwitscher des Vogels nach.

Der erste Teil des Konzerts bewegte sich im klassischen Bereich, während der zweite Teil sich eher Walzern, Polkas und Volksliedern widmete. Einen Ohrenschmaus bot Larissa Niederquell mit dem bekannten Lied „Im Prater blüh'n wieder die Bäume“.

Temperamentvoll

Larissa Niederquell bezauberte mit ihrer virtuosen Sopranstimme.

Schmunzeln konnte man, als sie augenzwinkernd das heitere Stück „Das ist der Frühling in Wien“ aus der Operette „Frühling im Prater“ vortrug. Überschäumendes Temperament lieferte sie mit dem russischen Volkslied „Kalinka“. Mal melancholisch, dann wieder temperamentvoll-feurig war der ungarische Volkstanz Csárdás, bei dem Andrea Eiselt virtuose Geigenklänge beisteuerte. Ungemein schwungvoll war „Second Waltz“ aus der Jazz-Suite Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch. Mit dem beschwingten Frühlingsstimmenwalzer von Johann Strauß endete das wunderbare Konzert. Doch das Publikum forderte einen Nachschlag.

„Die Zugabe ist selbsterklärend“, sagte Eberhard Enß: Schon bei den ersten Tönen, war den Zuhörern klar warum, denn das Waldeckische Salonorchester spielte „Time to say goodbye“ von Andrea Bocelli, bei dem Larissa Niederquell nochmals mit ihrer kraftvollen Sopranstimme glänzte. Mit stehendem Applaus verabschiedete das Publikum die Musiker. 

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