Wer zum Einsatz will, muss fit sein

Sportlichkeit zählt: Polizeipräsidium Nordhessen erklärt Schülern den Berufsalltag

Schnelligkeit ist gefragt: Polizeioberkommissarin Selina Knauf nimmt die Zeit vom Durchgang von Matthias Eider aus Homberg.
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Schnelligkeit ist gefragt: Polizeioberkommissarin Selina Knauf nimmt die Zeit vom Durchgang von Matthias Eider aus Homberg.

Unter dem Motto „Mit Blaulicht in die Zukunft“ hat das Polizeipräsidium Nordhessen junge Menschen am Wochenende zu einem Informationstag eingeladen. 50 Beamte aus dem ganzen nordhessischen Bereich informierten an 13 Stationen Schüler, die sich für den Polizeidienst interessieren.

Borken- An den Ständen gab es Wissenswertes über die Brandermittler über ihre Arbeit, der Verkehrsdienst war mit einer Radaranlage, einem Handmessgerät für Geschwindigkeitsmessung sowie einem ProViDa-Fahrzeug vertreten. ProViDa steht als Abkürzung für Proof-Video-Data-System. Dabei handelt es sich um ein Messgerät, das in einem Polizeifahrzeug eingebaut ist und mit dem zum Beispiel Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Autobahnen erfasst werden.

Weiterhin stellten Beamte der Spurensicherung ihre Arbeit vor, die Wasserschutzpolizei stand mit Boot und Infos zur Verfügung und am Stand der Einstellungsberatung erfuhren die Schüler, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um sich für den abwechslungsreichen Polizeidienst zu bewerben.

Neben den schulischen Voraussetzungen wie Abitur, Fachabitur oder entsprechendem Abschluss ist vor allem Fitness ein Muss für den Job. Polizeioberkommissarin Selina Knauf leitete den Stand, an dem einige Übungen aus dem Sporttest vor der Einstellung gemacht wurden. Beim Achterlauf ist ein Parcours acht Mal zu durchlaufen. Für die männlichen Teilnehmer ist eine Zeit von 69,6 und für die weiblichen Teilnehmerinnen eine Zeit von 80,4 Sekunden vorgegeben.

Dass das gar nicht so einfach ist, wie es ausschaut, musste auch Matthias Eider aus Homberg erfahren, der es nicht in der Zeit schaffte. „Bis ich soweit bin, dass ich mich bei der Polizei bewerbe, kann ich ja in Sachen Fitness noch etwas üben.“

Constantin Hennies (16) aus Kassel besucht die 10. Klasse eines Gymnasiums und war überrascht, welche Möglichkeiten es im Polizeidienst gibt. Auch er hatte sich den Sporttest einfacher vorgestellt. Der Berufswunsch, Polizeibeamter zu werden, steht bei Realschüler Merlin Pacholek (16) aus Wolfhagen noch ganz oben auf der Wunschliste. Spannend fand er die Informationen am Stand vom Sonder-Einsatz-Kommando (SEK).

Doch bis man zu dieser Einsatzgruppe gehört, muss man erst noch sehr viel lernen, erklärte Pressesprecher Polizeihauptkommissar Markus Brettschneider. Er begleitete die Besucher und kannte auf fast jede Frage, die die Teilnehmer stellten eine Antwort.

Ausgiebige Informationen rund um den Polizeidienst gibt es außerdem unter karriere.polizei.hessen.de Dazu hat jede Polizeidirektion (PD) einen eigenen Einstellungsberater. Für die Polizeidirektion Schwalm-Eder ist das Polizeihauptkommissar Jens Breitenbach, der unter der Telefonnummer 0 56 81 /77 41 40 zu erreichen ist. (Peter Zerhau)

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