Gefährliche Gerüchte: Laut Polizei keine Vergewaltigung durch Flüchtlinge

Homberg. In Homberg macht seit Tagen ein Gerücht die Runde, im Bahnhofsgebiet sei eine Frau von einem Flüchtling vergewaltigt worden, teilten HNA-Leser unserer Redaktion mit.

„Das ist großes Mumpitz“, sagt dazu ein Polizeisprecher von der Polizeidirektion im HNA-Gespräch. Es habe im vergangenen halben Jahr keine Vergewaltigung oder sexuellen Übergriffe im Bahnhofsgebiet im Homberg gegeben.

Hubertus Hannapel, Chef der Polizeidirektion Schwalm-Eder dazu bei einer Infoveranstaltung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Schwalmstadt, wo es ebenfalls solche Gerüchte gibt: „Dieses Gerücht kursiert seit einigen Tagen in Schwalmstadt und soll offenbar Angst verbreiten. Der Polizei ist aber ganz sicher kein einziger Fall im Schwalm-Eder-Kreis bekannt, bei dem Flüchtlinge der Bevölkerung in irgendeiner Weise geschadet hätten. Es gibt nicht eine Straftat in diesem Bereich“, machte Hannapel deutlich. „Unsere Erfahrung zeigt, dass nichts so gut funktioniert wie Gerüchte. Auch wenn die Fakten dagegen sprechen, halten sie sich Gerüchte meist eine ganze Weile. Wir halten das für brandgefährlich“, sagte Hannapel. Bei der Veranstaltung wurde auch der Vorwurf laut, dass die Presse eine Anweisung seitens der Politik habe, diesen Fall nicht öffentlich zu thematisieren. 

Rubriklistenbild: © dpa

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