Treffen in Fritzlar – Nachdenken über rechtliche Schritte gegen Firma Tennet

Bürgermeister gegen Trasse

Fritzlar. Bürgermeister aus dem Schwalm-Eder-Kreis, deren Gemeinden von der Planung für die Stromtrasse Südlink betroffen sind, haben sich auf Einladung von Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat getroffen und über das Thema beraten.

Mit dabei waren auch die Bürgermeister Dr. Ralf Pfeiffer (Bad Emstal) und Walter Glänzer (Neuenstein). Die Bürgermeister erneuerten ihre Kritik an der Planung. Diese sei nicht nachvollziehbar und versetze die Kommunen und Anwohner in Unruhe. Die Kommunen versuchten, den Aufbau einer dezentralen Energieversorgung durch alternative Energieerzeugung umzusetzen und sähen sich in ihrer Arbeit durch diese riesige Trasse behindert.

Becker kritisiert Tennet

Anfragen des Schwalm-Eder-Kreises an Tennet und die Bundesnetzagentur würden mit wenig aussagefähigen Briefen beantwortet, sagte Vize-Landrat Winfried Becker. Der Kreisausschuss erwäge, in Zusammenarbeit mit den Landkreisen Kassel und Hameln-Pyrmont rechtliche Schritte gegen Südlink zu unternehmen.

Diese Schritte planen die Bürgermeister: • Sie fordern die Unterstützung von Landes- und Bundespolitik, um eine sozial- und umweltverträgliche sowie nachvollziehbare Planung zu erreichen. Dabei müssten die Kommunen umfassend beteiligt und informiert werden. Zu viele Fragen seien noch offen, unter anderem zur Technik und Ausführung der Trasse. Außerdem sei fraglich, ob die Trasse überhaupt notwendig sei. • Die Planung und das Vorgehen von Tennet und der Bundesnetzagentur rechtlich prüfen. • Unterstützung der Bürgerinitiativen gegen Südlink. • Aufbau eines Netzwerkes der betroffenen Kommunen und Landkreise. (red)

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