Betreuer aus dem Schwalm-Eder-Kreis starb

Nach tragischem Unfall bei Ferienlager in Dahme: Geldstrafe für Busfahrer 

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Ein tragischer Unfall beendete 2018 das Ferienlager in Dahme (Symbolbild).

Ein Busunfall mit einem Toten und 30 Verletzten setzte im Juni 2018 der Freizeit im Ferienlager Dahme ein jähes Ende. Nun wurde der Busfahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. 

Ein schwerer Busunfall setzte Ende Juni 2018 der Freizeit im kreiseigenen Ferienlager Dahme an der Ostsee ein jähes Ende: Ein Toter und 30 Verletzte waren die Bilanz des tragischen Unglücks, bei dem ein mit Kindern und Jugendlichen voll besetzter Bus frontal mit einem Rettungswagen kollidierte. 

Ein 22-jähriger Betreuer starb. Der Fahrer des Reisebusses musste sich nun vor dem Amtsgericht in Oldenburg verantworten. Das Gericht hat ihn gestern wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt. Die Begründung: Er habe den gebotenen Abstand nicht eingehalten und durch Unaufmerksamkeit den Tod eines Menschen und die Verletzung von 30 weiteren verursacht, sagte ein Gerichtssprecher gestern. Der Angeklagte habe sich bei den Angehörigen des verstorbenen Betreuers entschuldigt, was das Gericht als strafmildernd gewertet habe. 

Dem 52-Jährigen wurde vorgeworfen, den schweren Unfall am 30. Juni 2018 im Kreis Ostholstein verursacht zu haben. Damals saßen 38 Kinder mit elf Betreuern in dem Bus. Die Kinder und Jugendlichen befanden sich auf der Rückfahrt von den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg in ihr Ferienlager in Dahme. 

Frontaler Zusammenstoß

Laut Anklage hatte der Busfahrer einen vor ihm haltenden Wagen zu spät bemerkt. Um eine Kollision zu vermeiden, wich der 52-Jährige mit dem Bus auf die Gegenfahrbahn der Landstraße bei Cismar aus, ohne den mit Blaulicht und Martinshorn herannahenden Rettungswagen zu sehen. 

Die Fahrzeuge stießen frontal und mit Wucht zusammen. Die Besatzung des Rettungswagens wurde leicht verletzt, zwei Fahrgäste des Reisebusses wurden dagegen mit schweren Verletzungen mit zwei Hubschraubern in Kliniken geflogen. Ein im Bus vorne sitzender 22-jähriger Betreuer erlag zwei Tage nach dem Unfall seinen schweren Verletzungen. Nach dem Unglück fuhr auch Landrat Winfried Becker nach Dahme, um die Hilfe zu koordinieren.

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Kommentare

drschlaumeierxy
(0)(0)

Wow!? Das Leben einer Familie zerstört, die Leben vieler auf immer beeinträchtigt und das für schlappe 4500,-€? Das nenne ich mal Discountpreise bei Gericht. Für meinen abgelaufenen Parkschein zahle ich 15,-€!

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