Das Duo Saitenwechsel gab ein abwechslungsreiches Konzert

Butzemann mit Groove

Sie nennen sich Saitenwechsel: Gereon Schoplick (hinten) und Hajo Hoffmann. Foto: Kiessling

Niederurff. Eine bunte Mischung aus Klassik, Folk, Jazz und Weltmusik spielte das Duo Saitenwechsel bei seinem Konzert in der Alten Pfarrei Niederurff.

Gereon Schoplick und Hajo Hoffmann entführten die Zuhörer durch ihr harmonisches Zusammenspiel in unterschiedliche musikalische Landschaften. Im ersten Teil des Konzerts spielte das Duo hauptsächlich gecoverte Melodien und Balladen – beispielsweise von Antony Phillips, Stevie Wonder und Ralph Towner – während im zweiten Teil Eigenkompositionen der Künstler im Vordergrund standen.

Gerne auf zwölf Saiten

Für Gereon Schoplick, der sich als Organisator des Gitarrenfestivals in der Region einen Namen gemacht hat, ist dieses Duo eine Bereicherung. Wie schon in seiner Band „Löbelwowon“ spielt er selbst gerne die Liedbegleitung, mal auf seiner zwölfsaitigen Gitarre, mal auf seiner Konzertgitarre.

Hajo Hoffmann hingegen spielt gerne mit der Mandoline oder seiner Ukulele. „Wir ergänzen uns gut und haben einen ähnlichen Sinn für Melodie“, sagt Schoplick. Auch gefalle ihm das Spontane an der Zusammenarbeit.

Beide haben viel Freude am Improvisieren, beide lieben Jazz und brasilianische Musik, beide komponieren eigene Stücke. Irgendwie mussten sie sich finden. Die Musiker glänzten nicht nur gemeinsam auf der Bühne, jeder griff auch in die Wundertüte seines eigenen Soloprogramms.

Der Crossover-Ukulele-Künstler Hoffmann machte schon mit Ankündigung seiner Titel auf das nächste Stück neugierig. So tanzte beispielsweise Beethoven Samba, und Bach traf auf den Ganges. Auch die musikalische Umsetzung der Titel war beeindruckend.

Das Programm war abwechslungsreich, und es kam keine Langeweile auf. So sorgten ein jazziges „Alle meine Entchen“ und ein grooviges „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ für Schmunzeln.

Auch spielte das Duo ein Lied das noch keinen Titel hat und lud das Publikum ein, sich einen auszudenken. Gegen Ende drückte Saitenwechsel noch einmal richtig auf die Tube, und Hajo Hoffmann machte seinem Ruf als „Jimmy Hendrix der Mandoline“ Ehre.

Rüdiger Klueß, der zu Gast war, zeigte sich begeistert: „Man merkt, dass zwei Virtuosen hier am Werke sind, und sie haben viel Spaß dabei.“ • Information im Internet: www.alte-pfarrei- niederurff.de

Von Saskia Kiessling

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