Comedian Martin Schneider in Homberg: Wellness pur mit Babbeln

Ein Meister der Mimik: „Maddin“ begeisterte sein Publikum in Homberg mit diversen Yoga-Varianten. Fotos: Zecher-Christ

Homberg. Der Komiker Martin Schneider gastierte mit dem "Babbel-Yoga"-Programm in der Homberger Stadthalle.

„Isch war ja noch nie in Hombersch. Das war schon immer mein größter Traum, der hat sich heut’ Abend erfüllt“, ulkte Komiker Martin Schneider. Eine Zuschauerin erinnerte ihn aber daran, dass er beim Hessentag 2008 hier gewesen sei.

Rund 270 Leute kamen am Freitagabend in die Stadthalle, um Maddin, den Meister spiritueller Komik, zu erleben. Er behauptete, dass Hessen und Indien früher kontinental verbunden waren und lud das Publikum ein, am „inderaktiven“ Workshop „Babbel-Yoga“ teilzunehmen, das sei „Wellness pur“.

Besonders Männer redeten bewusst Stuss, „um sich einfach ma des Hirn freizublase“. „Dummbabbele“ gehe am besten auf Hessisch und mache einen schönen Mund, denn es sei die weichste Sprache der Welt. „Eine gute Nachricht an alle Frauen, ihr müsst euch jetzt nicht mehr de Libbe uffspritze lasse. Babbele is nadürlisches Fratze-Lifting“, sagte Maddin.

„Flennclub Liebeskummer“

Den spirituellen Pfad habe er wegen „Liebeskummer-Burnout-Depression“ gewählt. Seine „damalige zukünftige Ex“ habe ihn vor fünf Jahren verlassen. Mit Leidensgenossen habe er beim „Heul-Sauf-Yoga“ Schnäpschen gekippt, eisenharte Männertränen vergossen und den „Flennclub Liebeskummer“ gegründet. Beim indischen Guru „Lach-Babba“, dessen Motto „Don’t ärger, then you have viel more pleasure“ sei, lernte er „Lach-Yoga“. So habe auch seine „Omma“ gedacht, von der Zitate wie „Aus em traurige Arsch, kommt ka fröhlischer Forz“ oder „Bevor isch misch uffreesch, isses mir egal“ stammten.

Die Pause diente Maddin zum „Ennerscheißing“. Er lehrte den „hessische Sonnegruß, um die Ennerschie nach obbe schiese zu lasse“. Man müsse die Arme heben und „Helau“ oder „Tor“ rufen. „Kamasutra kann ma mal mache und Tantra is was zum Entspanne“, sagte er.

Den Abschluss bildete Stöhn-Yoga. Die Herren imitierten das Röhren brünftiger Hirsche, während die Damen beim Gedanken an zwei Nusshörnchen sinnlich stöhnten.

Mit kräftigem Applaus forderte das Publikum eine Zugabe. Maddin erzählte, dass er und sein Freund Hans-Jörg sich nach dem Genuss von Zwiebelkuchen in einen Whirlpool gesetzt hätten. „Mer hadde e ganz Jahr Sauna-Verbot“, sagte er lachend.

Nach der Show signierte „Meister Maddin“ gutgelaunt Autogramme und „babbelte“ mit seinen Fans.

Von Nadja Zecher-Christ

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