Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis

Wegen Corona-Krise: Landkreis mit neuen Regeln - Hamsterkäufe verboten

+
Leere Regale im Einkaufsmarkt wegen Corona-Hamsterkäufen. Diese sind ab jetzt verboten.

Der Schwalm-Eder-Kreis ist mit 77 nachgewiesenen Corona-Kranken einer der am stärksten betroffenen Landkreise in Hessen.

  • Der Schwalm-Eder-Kreis ist stark von Corona betroffen.
  • Deshalb gibt es jetzt neue Regeln.
  • Unter anderem sind Hamsterkäufe verboten.
  • Lesen Sie alle News zum Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis* in unserem Ticker.

Die Zahl der Corona-Infizierte im Schwalm-Eder-Kreis steigt wieder an. Der Landrat reagiert darauf mit klaren Regeln: Hamsterkäufe sind ab sofort verboten. Waren werden nur noch in haushaltsüblichen Mengen abgegeben.

Zudem gibt es neue Auflagen zur Hygiene. Dazu gehört auch, dass die Zahl der Kunden beschränkt wird, die Zutritt zu den Geschäften erhalten, die dürfen ab heute nur noch eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche einlassen.Mit dieser Regel, so heißt es aus dem Kreishaus, sollen lange Warteschlangen an den Kassen vermieden und damit das Infektionsrisiko für Mitarbeiter und Einkäufer deutlich verringert werden. Sie gilt bis voraussichtlich 19. April.

Corona Schwalm-Eder: Hamstern verboten - Disziplin beim Einkaufen

Für die Kunden von Supermärkten, Getränkemärkten, Banken, Apotheken, Tankstellen und Baumärkten und alle geöffneten Geschäfte bedeutet das, das sie beim Einkaufen Disziplin einhalten sollen.

Jeder Kunde muss einen Einkaufswagen benutzen und einen Mindestabstand von eineinhalb Metern zum Nächsten einhalten. In den Einkaufsmärkten müssen die Kassen einen Mindestabstand nach allen Seiten von 1,5 Metern einhalten, wenn keine Trennvorrichtung vorhanden ist. Die Märkte sind ab heute verpflichtet, Flächen mit häufigem Handkontakt wie Türgriffe, Griffe, Handläufe und Einkaufswagen regelmäßig zu reinigen.

Neue Regeln zu Corona: Trauerfeiern und Beerdigungen betroffen

Von den neuen, verbindlichen Regeln sind nun auch Trauerfeiern und Beerdigungen betroffen. Sie müssen ab sofort im engsten Familien- beziehungsweise Freundeskreis stattfinden. Ziel ist es, dass dabei nicht mehr als fünf Personen zusammenkommen. Die absolute und keinesfalls zu überschreitende Obergrenze liegt bei 20 Personen einschließlich Pfarrer, Bestatter und Sargträger.

Die Trauerfeiern dürfen zudem nicht in geschlossenen Räumen stattfinden, und auch in dieser besonderen Situation müssen die Gäste den Mindestabstand zueinander einhalten, wenn sie nicht im selben Haushalt leben.

Sonderregelung zu Corona: Trauern im engsten Kreis möglich

Obwohl Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum bereits verboten sind, will der Landkreis mit dieser Allgemeinverfügung Angehörigen auch in der Krise die Möglichkeit geben, Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen und in Würde zu trauern. „Dies muss für die engsten Angehörigen weiterhin möglich sein“, so Landrat Winfried Becker und Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Schutz vor Corona: Schwangere müssen ohne Partner in den Kreißsaal. Wegen Corona sitzt die Zahnärztin Dr. Birgit de Taillez aus dem Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen in Peru fest. Sie hatte für März geplant, an einem Hilfsprojekt teilzunehmen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.