Lieferengpässe in größeren Städten 

Hamsterkäufe im Supermarkt: Coronavirus sorgt für leere Regale im Schwalm-Eder-Kreis 

Aus Angst vor dem Coronavirus kaufen Bürger die Supermärkte im Schwalm-Eder-Kreis leer. Supermarktbetreiber berichten über die angespannte Lage und versprechen Nachschub. 

  • Das Coronavirus sorgt für Hamsterkäufe imSchwalm-Eder-Kreis
  • Vor allem große Städte sind betroffen
  • Supermarktbesitzer versprechen baldigen Nachschub 

Offenbar aus Angst vor dem Coronavirus hat sich die Nachfrage in vielen Supermärkten im Schwalm-Eder-Kreis drastisch erhöht.  Die Hamsterkäufe sorgen für leere Regale. Vor allem in großen Städten ist die Nachfrage nach Lebensmitteln und Hygieneartikeln explodiert. Supermarktbetreiber berichten über ihre Erfahrungen. 

Coronavirus: Lebensmittel bei Hamsterkäufen im Schwalm-Eder-Kreis besonders gefragt

Hans-Richard Schneeweiß, Geschäftsführer der Edeka-Hessenring in Melsungen im Schwalm-Eder-Kreis: Der Großhandel beliefert 537 Edeka-Märkte in der weitläufigeren Region. Und Schneeweiß stellt fest, dass es, vermutlich aus Angst wegen dem Coronavirus, starken Zugriff bei Nudeln, Tomatensoßen und Toilettenpapier gibt. „Insbesondere bei den Billigprodukten, und die Leute kaufen Unmengen an Mehl und Zucker.“ Auch Desinfektionsmittel und Wasser seien stärker nachgefragt als üblich. Schneeweiß ist seit 45 Jahren Kaufmann, und diese Hamsterkäufe seien seit vielen Jahren einmalig. „Der Nachschub rollt.“ Aber die Panikkäufer müssten eben zwei bis drei Mal in den Märkten gucken, bis wieder Ware verfügbar sei.

Coronavirus: Nachschub im Schwalm-Eder-Kreis soll bald wieder verfügbar sein

Ähnliche Erfahrungen mit Hamsterkäufen macht derzeit auch Frank Hahn, Leiter des Tegut-Marktes in Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis. „Vor allem Grundnahrungsmittel wie Nudeln werden vermehrt gekauft.“ Die Angst vor dem Coronavirus treibe Kunden dazu, auch Hygieneartikel in Massen zu kaufen. Ebenfalls seien die Regale mit WC-Papier und Handwaschseife, vor allem Produkte der Marke Sagrotan, weitestgehend leer. Hahn selbst müsse über die Panikkäufe schmunzeln. „Ich habe im Moment keine Bedenken, dass es bald zu wenig Lebensmittel geben könnte.“ Erst gestern Nachmittag seien die Regale wieder aufgefüllt worden. 

Coronavirus: Automatische Bestellsysteme sollen Hamsterkäufe im Schwalm-Eder-Kreis ausgleichen

So geht es auch Kai Mohr vom Rewe-Markt in Homberg im Schwalm-Eder-Kreis. „Wir bekommen alles wieder“, sagt er. Mohr hat keine Angst, dass dem Markt wegen der Hamsterkäufe Ware ausgeht: „Wir haben ein automatisches Bestellsystem.“ Wenn etwas fehle, werde es nachgeliefert, so Mohr.  Auch die Angst vor dem Coronavirus führe nicht zu langfristig leeren Regalen. 

Besonders Nudeln und Mehl der günstigen Marken würden stark nachgefragt – und Hygieneartikel wie Desinfektionsspray. „Davon bekommen wir nochmal Ware. Auch Mundschutz soll noch einmal geliefert werden“, berichtet Mohr. Der Marktleiter glaubt auch, dass Hamsterkäufe in der Stadt verbreiteter seien als auf dem Land. „Hier haben die Menschen wohl noch eher eine Vorratskammer und sind sowieso ausgestattet.“

Video: Hamsterkäufe aus Angst vor dem Coronavirus. Das steht auf der Einkaufsliste

Von Daria Neu, Claudia Feser und Chantal Müller

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Rubriklistenbild: © Peter Zerhau 

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