Neue Regeln ab Inzidenz von 35

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Inzidenz sinkt kurzfristig

Mehrere Autos warten vor dem Corona-Testcenter in Homberg. Im Hintergrund ist das Testzelt zu sehen.
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Die Inzidenz im Schwalm-Eder-Kreis ist auf 33,33 gesunken. Mobilität spielt bei der Verbreitung des Virus eine große Rolle.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Schwalm-Eder-Kreis kurzfristig auf 33,33 gesunken. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich 60 Menschen mit dem Coronavirus. Ab einer Inzidenz von 35 würden neue Regeln gelten.

Die Inzidenz liegt im Schwalm-Eder-Kreis aktuell knapp unter dem kritischen Wert von 35. Ab 35 neuen Fällen pro 100 000 Einwohner in einer Woche tritt Stufe Orange der Krisenmanagementampel in Kraft. Das bedeutet: Steigen die Coronazahlen im Landkreis weiter an, gelten neue Regeln zum Schutz der Allgemeinheit, erklärt Gesundheitsdezernent Jürgen Kaufmann. Am Montag lag die Inzidenz im Landkreis noch bei 35.

Vor allem die Mobilität spiele bei der Verbreitung des Virus eine große Rolle. Deshalb denke man zum Beispiel über eine Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes auch im öffentlichen Raum nach. „Überall dort, wo man dichter zusammenkommt und sich kaum aus dem Weg gehen kann“, sagt Kaufmann. Vorstellen könne er sich das zum Beispiel auf den Marktplätzen in Fritzlar, Melsungen und Treysa. Doch auch weitere Orte könnten betroffen sein. Kaufmann betont zudem, dass als ausreichender Schutz sowohl die Mund-Nase-Masken als auch Gesichtsvisiere zählten, nicht ab Kinnvisiere. „Sie sind nicht ausreichend.“ Weitere Einschränkungen könnte es bei steigenden Infektionszahlen in den folgenden Bereichen geben.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Das gilt für Veranstaltungen

Bislang sind öffentliche Veranstaltungen bis 250 Personen erlaubt, diese Zahl könnte bei einem weiterhin steigenden Infektionsgeschehen auf 150 Personen begrenzt werden, erklärt Kaufmann. Das sei eine Landesverfügung, die der Landkreis dann umsetze. Über die Regeln der Landesregierung könne der Landkreis aber auch hinausgehen, so Kreissprecher Stephan Bürger. Etwa dann, wenn das Infektionsgeschehen weiter an Fahrt aufnehme.

Private Veranstaltungen in öffentlichen Räumen wie Gaststätten und Dorfgemeinschaftshäuser würden dann auf 25 Personen begrenzt. „Und für private Veranstaltungen und Treffen in den privaten Räumen empfehlen wir dringend, nicht mehr als 15 Personen zusammenkommen zu lassen“, so Kaufmanns Appell.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Das gilt für Alten- und Pflegeheime

Um die als Risikopatienten geltenden Bewohner von Alten- und Pflegeheimen besonders zu schützen, plane man auch eine Reduzierung der Besuche dort. Drei Besuche pro Woche von maximal einer Stunde von zwei Personen sei ein durchaus vorstellbares Szenario. (Maja Yüce)

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