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Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Zahl der Toten steigt weiter an

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Coronavirus in Nordhessen: Corona-Fälle im Schwalm-Eder-Kreis.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis (Nordhessen): Es gibt nun zwölf Todesopfer. Der Kreis ist in Hessen besonders stark betroffen.

  • Das Coronavirus breitet sich weiter in Nordhessen aus
  • Insgesamt wurden im Schwalm-Eder-Kreis 288 Corona-Fälle bestätigt (Stand 07.04.2020).
  • In einem Pflegeheim in Gudensberg herrscht Notstand.

Update vom Dienstag, 07.04.2020, 16.50 Uhr: Aus dem täglichen Bulletin des Sozialministeriums in Wiesbaden geht hervor, dass der Schwalm-Eder-Kreis weiterhin besonders schwer von der Corona-Krise betroffen ist. In den vergangenen sieben Tagen wurden hier 111 Fälle bestätigt, die zweitmeisten nach Frankfurt/M. In Stadt und Land Kassel lag der Wochenwert neuer Fallzahlen bei 46.

Auch bei der Anzahl der Verstorbenen mit Covid-19 ist der Schwalm-Eder-Kreis besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen. In ganz Hessen weist der Odenwaldkreis mit 14 Toten die meisten Opfer auf (Stand Dienstag, 10.30 Uhr).

Corona im Schwalm-Eder-Kreis: Zahl der Todesfälle ist erneut gestiegen

Update vom Dienstag, 07.04.2020, 15.15 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis ist wieder gestiegen. Derzeit gibt es 288 Fälle im Kreis (Stand Dienstag, 07.04.2020 15 Uhr). Das sind sechs mehr Fälle als am Vortag.

Zudem gibt es zwei weitere Todesfälle im Kreis. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten im Schwalm-Eder-Kreis auf zwölf an.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Zehn Todesopfer in der Region - Notstand in Pflegeheim

Update vom Montag, 06.04.2020, 18.55 Uhr: Wegen der Corona-Krise herrscht in einem Pflegeheim in Gudensberg Notstand: Von 100 Pflegekräften sind 40 mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem haben sic 26 der 152 Bewohner des Heims angesteckt. Zwei davon sind bereits gestorben.

Das Pflegeheim wendet sich mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit. Um den Betrieb aufrecht zu halten, brauche man rund 30 weitere Pflegekräften. 

Update am Sonntag, 05.04.2020, 16.30 Uhr: Zwei neue Todesfälle und somit insgesamt sieben am Coronavirus verstorbene Menschen verzeichnet der Schwalm-Eder-Kreis (Stand: Sonntag, 15 Uhr). Und: 33 neue Corona-Infektionen kamen im Landkreis von Freitag auf Sonntag hinzu. Somit ist die Anzahl der an dem Virus erkrankten Menschen auf 275 gestiegen. 470 Menschen sind aktuell in häuslicher Isolation und Quarantäne, teilt der Landkreis mit.

Im Altkreis Ziegenhain ist die Infektionsrate vergleichsweise hoch (HNA berichtete). Dort wurden auch die ersten beiden Corona-Opfer – ein 90- und ein 95-jähriger Mann – gemeldet. Doch gibt es auch im Altkreis Fritzlar-Homberg einen ersten Corona-Todesfall – ein 66-Jähriger aus Fritzlar. Wie viele Menschen als geheilt gelten, darüber macht der Kreis – anders als andere Landkreise – keine Angaben.

Corona Schwalm-Eder-Kreis: Fünf Todesopfer in der Region

Update vom Freitag, 03.04.2020, 17.15 Uhr: Die Corona-Pandemie hat im Landkreis drei weitere Todesopfer gefordert. Der Schwalm-Eder-Kreis verzeichnet nun insgesamt fünf am neuartigen Coronavirus verstorbene Personen. 

Auch die Corona-Fallzahl der positiv auf das Virus getesteten Personen ist im Landkreis von Donnerstag auf Freitag weiter angestiegen. Demnach sind 29 weitere Menschen erkrankt und die Anzahl der infizierten Personen ist somit auf 241 im Landkreis gestiegen, teilt die Kreisverwaltung mit. 

„Zu den am Virus verstorbenen Menschen werden wir keine weiteren Angaben vermelden“, so Stephan Bürger, Pressesprecher des Kreises. Unterdessen gibt es immer mehr Hilfsangebote im Landkreis: Der Schwalm-Eder-Kreis hat dafür eine zentrale Ansprech- und Koordinierungsstelle eingerichtet.

Corona Schwalm-Eder-Kreis: Zweites Todesopfer in der Region

Update vom Samstag, 28.03.2020, 19.18 Uhr:  Im Schwalm-Eder-Kreis ist ein zweiter Mensch an einer Corona-Infektion verstorben. Das teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Der Senior war Bewohner des Altenheims Schwalmberg in Schwalmstadt-Treysa. Das 95 Jahre alte Opfer starb in der Asklepiosklinik in Schwalmstadt. Insgesamt sind mittlerweile 170 Menschen im Kreis mit dem Coronavirus infiziert. 

Update vom Samstag, 28.03.2020, 19.18 Uhr: Wie am Freitagnachmittag bekanntgegeben wurde, ist im Schwalm-Eder-Kreis ein Corona-Patient verstorben. Es handelt sich laut Kreis um einen 90-jährigen Mann.

Ob die Corona-Infektion für die Todesfolge ausschlaggebend war, ist bislang noch unklar. Der Mann befand sich zunächst wegen eines unklaren Infekts im Krankenhaus. Nachdem das positive Ergebnis einer Corona-Infektion am Freitag vorlag, war der Patient bereits kurz zuvor bereits verstorben. 

Damit gibt es im Schwalm-Eder-Kreis den ersten Todesfall eines durch Corona infizierten Patienten. Alle Menschen, die mit dem infizierten Verstorbenen in Kontakt standen befinden sich in derzeit häuslicher Quarantäne.

Corona im Schwalm-Eder-Kreis: Zahl der Infizierten steigt stark 

Update vom Freitag, 27.03.2020, 15.20 Uhr: Die Zahl der Menschen im Schwalm-Eder-Kreis, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist erneut innerhalb eines Tages stark angestiegen. 22 Neuinfektionen meldet der Landkreis am Freitag. Demnach sind 131 Menschen aus dem Schwalm-Eder-Kreis an Covid-19 erkrankt. 

Auch am Freitag seien beim Gesundheitsamt viele Testergebnisse der Labore gemeldet worden. Deshalb der rasante Anstieg innerhalb eines Tages, sagt Kreissprecher Stephan Bürger. Die Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation. Über 800 Menschen im Landkreis sind in häuslicher Quarantäne

Im Weiteren erklärt Bürger, dass die Notfallbetreuung für Kita-Kinder und Schüler bis zur sechsten Klasse auch in den Osterferien gewährleistet werden soll. Das Land wird einen Kostenausgleich für die entstehenden Kosten zahlen.

Mit 131 Erkrankten liegt der Landkreis auf Platz zwei in Hessen nach Limburg-Weilburg, was die Fallzahl pro 100 000 Einwohner angeht.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Landrat legt neue Regeln fest

Update vom Dienstag, 24.03.2020, 9.10 Uhr: Für den Schwalm-Eder-Kreis gibt es angesichts der Corona-Pandemie neue Regeln.  Hamsterkäufe sind ab sofort verboten. Waren werden nur noch in haushaltsüblichen Mengen abgegeben.

Außerdem gibt es neue Corona-Auflagen im Schwalm-Eder-Kreis zur Hygiene. Dazu gehört auch, dass die Zahl der Kunden beschränkt wird, die Zutritt zu den Geschäften erhalten, die dürfen nur noch eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche einlassen.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Anonyme Spende von Desinfektionsmittel

Update vom Sonntag, 22.03.2020, 12.40 Uhr: In Homberg im Schwalm-Eder-Kreis hat ein anonymer Spender in der Corona-Krise einem Rewe-Markt mit Desinfektionsmittel  ausgeholfen. Der Filialleiter hat Grund zur Freude: Mit der Spende von zehn Litern können sich dort Kunden und Mitarbeiter vor dem Coronavirus schützen.

Jeden Tag seien 2500 Kunden im Rewe-Markt in Homberg, den alle Einkaufswagen und Lebensmittel anfassen. Aus diesem Grund hatte der Leiter des Homberger Marktes in der aktuellen Corona-Pandemie bei Facebook eine Bitte gepostet: Wer immer Desinfektionsmittel übrig habe, möge es doch bitte dem Markt überlassen. Der Hilferuf nach Desinfektionsmittel wurde anscheinend erhört.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Zahl der Corona-Infizierten erneut gestiegen

Update vom Freitag, 20.03.2020, 10.58 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus infizierten Menschen ist im Schwalm-Eder-Kreis erneut gestiegen: 62 Menschen sind nachweislich erkrankt, das sind acht Fälle mehr als am Mittwoch. Die Infektionszahlen im Schwalm-Eder-Kreis hatten von Dienstag auf Mittwoch mit allein 20 Neuinfektionen den bislang größten Anstieg. 

„Wir gehen weiter von sehr stark ansteigenden Infektionszahlen aus. Umso wichtiger ist es, dass sich alle Menschen an die verordneten Maßnahmen halten“, so Landrat Winfried Becker. „Wir erwarten, dass sich die Bürger und die Gewerbetreibende an die verordneten Maßnahmen halten. Die Situation ist für alle sehr belastend, aber es gibt keine Alternative“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Jürgen Kaufmann – Ordnungsbehörden und Polizei werden strenge Kontrollen durchführen.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Zahl der Infizierten auf 54 gestiegen

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 16.40 Uhr: Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Menschen ist im Schwalm-Eder-Kreis seit Dienstag um 20 auf 54 Fälle gestiegen (Stand Mittwoch, 16 Uhr). 

Der Landkreis teilt weiter mit, dass es mittlerweile in allen Kreisgebieten Fälle gibt, die meisten aber rund um Schwalmstadt. Weitergehende Informationen über die Neuerkrankten lägen nicht vor. Noch immer wird ein Patient intensivmedizinisch in Kassel behandelt. Der überwiegende Teil zeige grippeähnliche Symptome – vereinzelt würden Infizierte aber auch in Krankenhäusern behandelt.

Coronavirus in Nordhessen: Schwalm-Eder-Kreis untersagt Zusammenkünfte

Update vom Mittwoch, 18.03.2020, 7 Uhr: Derzeit leben im Schwalm-Eder-Kreis rund 300 Menschen in Quarantäne. Das heißt, sie dürfen das Haus nicht verlassen. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten, erklärt Dr. Ulrich Klinge, Leiter des Gesundheitsamtes des Schwalm-Eder-Kreises.

Unter anderem ist eine Quarantäne immer verpflichtend. Der Landkreis überprüft stichprobenartig, ob sich die Menschen daran halten. Die Quarantäne sei wichtig, um andere zu schützen, sagt Klinge.

Zweimal am Tag wird bei den Menschen, die wegen des Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis unter Quarantäne stehen, Fieber gemessen. Die Werte und weitere Symptome müssen an das Gesundheitsamt weitergetragen werden.

Updater vom Dienstag, 17.03.2020, 19.29 Uhr: Der Schwalm-Eder-Kreis untersagt ab Mittwoch, 18.03.2020 Zusammenkünfte jeglicher Art mit mehr als 20 Personen. Das gab der Kreis am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt. 

„Nach unserer Auffassung ist es in der gegenwärtigen Situation dringend notwendig, weitere einschränkende Maßnahmen anzuordnen. Damit gehen wir über die bisher vom Land Hessen angekündigten Regelungen hinaus und hoffen den Anstieg der Infektionsrate abbremsen zu können. Wir bitten die Bevölkerung weiterhin um Verständnis und rufen dringend dazu auf, sich an die nun geltenden Vorgaben zu halten und die sozialen Kontakte im Öffentlichen sowie im Privaten auf ein Mindestmaß zu begrenzen“, so Landrat Winfried Becker und Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann.

Das Verbot gilt ab 8 Uhr und betrifft nicht nur für öffentliche Veranstaltungen, sondern auch private Treffen. Ausgenommen davon sind Trauerfeiern und Beerdigungen. Die Polizei werde die Einhaltung des Verbots mit stichpunktartigen Kontrollen überwachen. Derzeit gibt es im Kreis 34 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, in häuslicher Quarantäne und Isolation befinden sich 300 Personen.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Schulen geschlossen - neue Infektionen

Update vom Montag, 16.03.2020, 18.10 Uhr: Schulen und viele andere Einrichtungen sind im Schwalm-Eder-Kreis geschlossen. Die Städte versuchen mit Umfragen herauszufinden, wie viele Kinder betreut werden müssen. 

Update vom Montag, 16.03.2020, 14.51 Uhr: Die Lage beruhigt sich etwas im Schwalm-Eder-Kreis. Am Montag melden die Behörden nur eine Neuinfektion im Kreis. Damit liegt die Zahl der Coronavirus-Infektionen am Montag, 16.03.2020 bei 26. 

Update vom Sonntag, 15.03.2020, 14.51 Uhr: Im Schwalm-Eder-Kreis ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Patienten wie zu erwarten rasant gestiegen. Der Landkreis meldet 25 (Stand: 15.03.2020, 14 Uhr) bestätigte Coronafälle. Der Schwerpunkt liegt bisher im Südkreis rund um Schwalmstadt. Im Nordkreis gibt es vereinzelt infizierte Personen. 

Transparenzhinweis: Liebe Leser und Leserinnen, es gab einen Übermittlungsfehler seitens des Landkreises, sodass zunächst von 27 Infizierten die Rede war, korrekt ist aber Stand Sonntag (15.03.2020, 17.06 Uhr) 25.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Ein Infizierter liegt auf der Intensivstation

Bei den Betroffenen handele es sich überwiegend um jüngere Menschen bis zur mittleren Altersgruppe, so des Landkreis auf Anfrage unserer Zeitung. Und weiter: „Es gibt einen schwereren Krankheitsverlauf eines Infizierten.“ Dieser Patient werde in einem Kasseler Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt. 

Bei den 26 weiteren Coronafällen sei der Krankheitsverlauf bisher als schwächer einzustufen – grippale Symptome in unterschiedlicher Ausprägung. Diese Menschen befinden sich in häuslicher Isolierung. 

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Infektion verbreitete sich wohl auch auf dem Kneipenfest in Treysa

Erkenntnisse, wie es zu den Infektionen gekommen ist, gibt es: „Rund um den ersten im Kreis aufgetretenen Fall eines Rückkehrers aus einem Skigebiet in Österreich sind weitere Personen positiv getestet worden“, so der Landkreis. 

Außerdem haben sich wohl beim Treysaer Kneipenfest Menschen infiziert. Mit weiteren Coronafällen wird gerechnet. Deshalb verbietet der Landkreis ab sofort alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen. Bei Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern sind Anwesenheitslisten zu führen.

Update vom Samstag, 14.03.2020, 16.50 Uhr: Die Zahl der bestätigten Fälle an der durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 im Schwalm-Eder-Kreis steigt rasant. Von Freitag auf Samstag (14.03.2020) ist die Zahl der bestätigten Fälle um 11 auf jetzt 17 gestiegen.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 16.50 Uhr: Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es weitere Corona-Infektionsfälle: Beim Gesundheitsamt sind inzwischen sechs positiv getestete Menschen aus dem Landkreis in der Statistik geführt (Stand: Freitag, 13.03.2020, 15.40 Uhr). „Das ist für uns leider keine Überraschung. Wir müssen täglich mit neuen Infektionsmeldungen rechnen und unser Handeln anpassen. Wir setzen unsere Bemühungen daran, Infektionsketten zu unterbrechen“, so Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann.

Bei den Neuinfektionen handelt es sich um eine Frau und zwei Männer. Die im Jahr 1967 geborene Frau und ein 1985 geborener Mann haben sich jeweils bei einer bereits infizierten Person im Schwalm-Eder-Kreis mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Bei dem zweiten, im Jahr 2000 geborene jungen Mann konnte bisher – trotz der Mithilfe des Betroffenen – nicht festgestellt werden, wo und auf welchem Weg er sich infiziert hat.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Landkreis reagiert auf neue Zahl der Infizierten

Alle drei Personen stammen aus dem südlichen Schwalm-Eder-Kreis, zeigen grippale Symptome in unterschiedlicher Ausprägung und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Nachdem bekannt wurde, dass ein Schüler des BerufschulCampus Schwalmstadt infiziert ist und mehrere Tage am Unterricht teilgenommen hatte, hat der Kreis die Schule geschlossen. Ebenso wurde bereits mit sofortiger Wirkung die Schule im Ostergrund in Schwalmstadt-Treysa geschlossen.

Update vom Freitag, 13.03.2020, 16.48 Uhr: Der Landkreis schließt ab sofort die kreiseigenen Sporthallen für den Vereinssport und lässt das Europabad in Schwalmstadt geschlossen. Der Landkreis empfiehlt allen Kommunen, die eigene Schwimmbäder betreiben, diesem Beispiel zu folgen. Die VHS Schwalm-Eder stellt ihr Kursprogramm ein. Die Kreisverwaltung begrenzt ihre Sprechzeiten von 8 bis 12 Uhr. Alle Kunden der Verwaltung sollen sich telefonisch oder per E-Mail bei den zuständigen Sachbearbeitern anmelden

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte kamen aus dem Urlaub und befinden sich in Quarantäne

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 18.33 Uhr: Am Donnerstagnachmittag sind zwei weitere Coronavirus-Fälle im Schwalm-Eder-Kreis bestätigt worden. Sie alle haben sich während ihres Skiurlaubes in Ischgl und Sölden infiziert. Ein 54-jähriger Mann aus dem südlichen Schwalm-Eder-Kreis hatte sich Anfang März in Ischgl, in Österreich, aufgehalten. Dort war er gemeinsam mit einer Reisegruppe von zehn Personen. Für die gesamte Reisegruppe ist durch das Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne angeordnet worden.

Erkrankt ist außerdem ein im Jahr 1973 geborener Mann aus dem nördlichen Landkreis. Auch er zeigt leichte grippale Symptome mit Fieber und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Er hat sich während des Skiurlaubs in Sölden infiziert. Der andere Mann kommt aus dem südlichen Schwalm-Eder-Kreis, zeigt mittlere grippale Symptome – jedoch ohne Fieber und befindet sich in häuslicher Quarantäne. 

Erstmeldung vom Donnerstag, 12.03.2020, 14 Uhr: Schwalm-Eder-Kreis - Das Coronavirus ist nun auch im Schwalm-Eder-Kreis angekommen: Das Land Hessen meldete am Donnerstag die erste positiv getestete Person. Dabei handelt es sich um einen 54-jährigen Mann. Das teilte das Hessische Ministerium für Soziales und Integration mit. Der Mann hatte Anfang März gemeinsam mit einer zehnköpfigen Reisegruppe das österreichische Ischgl besucht.

Eine Sprecherin des Ministeriums berichtete unserer Zeitung, das der Mann „harmlose und milde“ Symptome aufweise. Alle zehn Teilnehmer der Reisegruppe seien dem Gesundheitsamt des Landkreises bekannt, teilt Pressesprecher Stephan Bürger mit, alle stünden unter häuslicher Quarantäne, bis geklärt ist, ob auch sie infiziert sind.

Coronavirus in Nordhessen: Sechs Personen in Hersfeld-Rotenburg infiziert - Rathaus-Mitarbeiter betroffen

Der Nachbarkreis Hersfeld-Rotenburg meldete heute (12.03.2020) gleich sechs positiv auf das Coronavirus getestete Personen. Infiziert sind dort zwei Frauen und vier Männer im Alter von 42 bis 61 Jahren, die ebenfalls alle nur milde Symptome aufweisen und unter häuslicher Quarantäne stehen. Auch im Rathaus von Bad Hersfeld gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein Mitarbeiter der Verwaltung habe sich mit dem Coronavirus infiziert. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte Stadtsprecher Meik Ebert am Donnerstag.

Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis (Nordhessen): Große Veranstaltungen vom Landkreis verboten

Es sei eine Frage der Zeit gewesen, wann der erste Fall im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen bestätigt würde, teilt der Landkreis mit. Der hatte vor einigen Tagen empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen. Seit heute gilt wegen der Ausbreitung des Coronavirus statt der Empfehlung ein Verbot.

Coronavirus in Nordhessen: Krankenhaus in Fritzlar schränkt Besuche ein

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Schwalm-Eder-Kreis (Nordhessen) schränkt auch das Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist vorsorglich Besuchsmöglichkeiten für Patienten und Angehörige ein. Das Krankenhaus appelliert an die Menschen, nur einzeln, in klinisch infektfreiem Zustand und nur für eine kurze Zeit vorbeizukommen.

Video: Coronavirus - Was bedeutet Quarantäne für Betroffene?

Die Prognose 

Der Landkreis rechnet damit, dass in den kommenden Tagen noch mehr Personen positiv auf das Coronavirus getestet werden. „Wir werden weitere Infektionen zu vermelden haben“, sagt Erster Beigeordneter Jürgen Kaufmann. „Wir müssen damit rechnen, dass die Zahl in den folgenden Tagen stark steigen wird.“

Das Verbot 

Seit dem heutigen Freitag sind Großveranstaltungen mit mehr als 1000 erwartenden Besuchern grundsätzlich verboten. Bislang galt nur eine Empfehlung des Gesundheitsministeriums für Besucher, sie zu meiden oder für Veranstalter, sie abzusagen: Seit dem heutigen 13. März, und noch bis Karfreitag, 10. April, sind sie verboten. Die großen Städte im Landkreis wie Borken, Fritzlar, Homberg, Gudensberg und Niedenstein haben bereits reagiert und traditionelle Veranstaltungen zum Frühlingsauftakt abgesagt. Auch viele kleinere Veranstaltungen finden nicht statt. Wer Karten für Kunst und Kultur besitzt, sollte auf der Internetseite des Veranstalters schauen, ob der Termin auch stattfindet. 

Teilnehmerlisten 

Bei allen Veranstaltungen müssen ab sofort Teilnehmerlisten geführt werden. Ganz gleich, ob Menschen bei einem privaten oder öffentlichen Termin zusammenkommen: Der Veranstalter ist ab sofort verpflichtet, Anwesenheitslisten zu führen. Darauf müssen Vor- und Zuname, Adresse mit Wohnort, Straße, Hausnummer sowie einer Telefonnummer vermerkt werden. Die Veranstalter sind verpflichtet, diese Listen vier Wochen lang aufzubewahren und sie auf Nachfrage sofort und vollständig dem Gesundheitsamt des Landkreises auszuhändigen. 

Keine Ausnahmen 

Diese Anordnung kann nicht angefochten werden. Laut Infektionsschutzgesetz gibt es auch keine aufschiebende Wirkung. Eine Zuwiderhandlung sei strafbar, heißt es aus dem Homberger Kreishaus. „Es geht nach wie vor darum, Zeit zu gewinnen und die Infektionsketten zu unterbinden“, teilt Vizelandrat Jürgen Kaufmann mit. Die nun gültige Verfügung orientiere sich an einem Erlass des Landes Hessen. 

Es ist eine Pandemie 

Zudem habe die Weltgesundheitsorganisation bestätigt, dass man es bei dem Coronavirus mit einer weltweiten Pandemie zu tun habe und die Lage sehr ernst sei. Das bedeutet, dass landesweit alle Pandemiepläne hochgefahren sind und wir unser Handeln tagesaktuell daran orientieren“, so Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann. Er appelliert mit Gesundheitsamtsleiter Dr. Ulrich Klinge an die Menschen im Schwalm-Eder-Kreis, die Situation nicht zu unterschätzen und sich an die vorgegebenen Regelungen zu halten. Der zum Coronavirus einberufene Verwaltungsstab tage regelmäßig und treffe schnell alle notwendigen Entscheidungen“ heißt es in der Pressemitteilung. 

Testcenter 

Das eigens für den Schwalm-Eder-Kreis eingerichtete Testcenter für Abstriche zum Coronavirus soll sobald wie möglich seine Arbeit aufnehmen. Mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) wurde vereinbart, dass im vom Landkreis zur Verfügung gestellte Testcenter Mitarbeiter der KV die Abstriche bei sogenannten Verdachtsfällen nehmen und ins Laborgeben. Termine für Abstriche müssen zwingend vom Hausarzt, dem Gesundheitsamt des Landkreises oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst vereinbart werden (mit Überweisung). Es ist nicht möglich, eigenständig im Testcenter einen Abstrich vornehmen zu lassen, – dessen Standort ist ohnehin geheim.

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