Ortsteil Hebel betroffen

Dauerregen sorgt für Überflutungen in Wabern: Sportplatz mitten im See

zzp123 Hochwasser Hebel Sportplatz im August 2017

Hebel. Roland Grede aus Uttershausen ist schon eine gefühlte Ewigkeit bei der Waberner Feuerwehr: Aber eine solche Überflutung wie die in Hebel hat der 49-Jährige auch noch nicht gesehen.

Der Dauerregen der vergangenen Tage hatte dafür gesorgt, dass sowohl die Straße zwischen Hebel und Lendorf als auch der Sportplatz mitten in einer Seenlandschaft lagen.

Die Waberner Wehren wurden in der Nacht zu Freitag alarmiert: Kurz nach Mitternacht drückten die Wassermassen aus der Efze über den nahe gelegenen Sportplatz. 25 Einsatzkräfte aus Hebel, Falkenberg und Rockshausen waren die halbe Nacht mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit Frontladern im Einsatz. Sie sperrten die Landesstraße, und sicherten das Sporthaus mit Sandsäcken.

Glück im Unglück

Ob die im schlimmsten Falle wirklich viel hätten ausrichten können, ist ungewiss. Aber die Hebeler hatten Glück im Unglück: „Es hätte wirklich nur noch ein einziger Zentimeter gefehlt, dann wäre das Wasser ins Vereinsheim geflossen“, berichtet Gemeindebrandinspektor Roland Grede. Aber: Das Wasser stieg am Samstag nicht mehr, es zog sich zurück – und das Inventar im Vereinhaus blieb trocken.

Der Hochwassereinsatz kam für die Feuerwehr überraschend. Natürlich liege der Sportplatz in der Nähe der Efze, aber dennoch sei mit diesen Wassermassen nicht zu rechnen gewesen, sagt Grede. Zumal in den vergangenen Jahren viele Renaturierungsprojekte in der Umgebung – wie die Flutmulden in Mühlhausen – gebaut worden seien. Doch in Hebel wurde der Sportplatz zum Sammelbecken. „Die Böden sind rappelvoll, sie können nichts mehr aufnehmen.“

Unshausen blieb verschont

In Unshausen sei die Situation ähnlich gewesen, bericht der Gemeindebrandinspektor – dort aber blieb der Sportplatz verschont. Geblieben sind die Fotos von einem der ungewöhnlichsten Einsätze der Waberner Wehr. Die könnte der Sportverein 1920 in seinem Vereinsheim aufhängen – als Erinnerung daran, dass man am Wochenende auf dem Sportplatz auch fast hätte Boot fahren können.

Hochwasser in Frielendorf

Aber auch in Frielendorf entwickelte sich die Lage in der Samstagnacht innerhalb kurzer Zeit dramatisch. Die Pegel der Ohe und des Grenzebachs stiegen bedrohlich an, es liefen zahlreiche Keller voll. Für die Feuerwehren stellte das eine lange anstrengende Hochwassernacht dar.

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