Neues Heim für die Retter

DLRG bringt Boote und Fahrzeuge zentral in Homberg unter

Neuer Standort für die DLRG Schwalm-Eder: von links Torsten Salzmann, Günt er Wittig, Zugführer Martin Teutschmann im Boot mit Sohn Mika, Jürgen Elborg und Landrat Winfried Becker. Foto: Christine Thiery

Fünf Einsatzfahrzeuge und vier Boote des Wasserrettungszuges der DLRG Schwalm-Eder haben eine neue Heimat gefunden. Sie sind nun in der Waßmuthshäuser Straße 15 in Homberg im ehemaligen Fruchtkontor Wittig untergebracht.

Der neue DLRG-Stützpunkt wurde am Wochenende offiziell eingeweiht.

Damit beginnt eine neue Ära. Bislang wurden die Fahrzeuge und Boote dezentral an verschiedenen Orten geparkt, sagte Jürgen Elborg, Vorsitzender der DLRG Schwalm-Eder. Das sei im Falle eines Einsatzes für den Zugführer oft schwierig zu koordinieren gewesen. Ein zentraler Standort verbessere die Leistung, so Elborg.

Die DLRG sei seit Jahren auf der Suche nach einem geeigneten und bezahlbaren Standort gewesen. Zuletzt waren die Fahrzeuge in der ehemaligen Ostpreußenkaserne in Homberg und dem alten Feuerwehrhaus in Melsungen untergebracht. Das ehemalige Fruchtkontor gehört Günter Wittig aus Frankfurt, der in Homberg aufwuchs Der Leitende Oberstaatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft im Ruhestand ist der Sohn des Kaufmanns Günter Wittig, der von 1950 bis 1993 an der Waßmuthshäuser Straße einen Großhandel mit Früchten betrieb. Das Geschäft lief bis 2005 mit einem Geschäftsführer, in den vergangenen Jahren war ein Holzhandel dort ansässig. Wittig hatte eine Vermietungsanzeige ins Internet gestellt, worauf die DLRG aufmerksam wurde. Die Verhandlungen kamen schnell ins Rollen. Da sich auch der Kreis beteiligt und Wittig die Miete für die Halle eigens für die DLRG um einen großen Teil senkte, schlossen die Parteien den Vertrag. Die DLRG renovierte dafür in Eigenleistung die 600 Quadratmeter große Halle. Demnächst soll die Außenfassade in ehrenamtlicher Arbeit neu gestaltet werden.

Landrat Winfried Becker betonte, dass der Zuschuss des Landkreises alles andere als ein Almosen sei. Die Arbeit der DLRG, die von ehrenamtlichen Kräften getragen wird, sei wichtig für die Menschen. Die DLRG sei ein Verein, der sich bis auf die Boote und Fahrzeuge, die vom Land gestellt würden, zum großen Teil selbst trage. Die Hilfskräfte im Landkreis seien eine starke Gemeinschaft, DLRG, Feuerwehr und THW arbeiteten bei vielen Einsätzen gemeinsam, um Leben zu retten.

Der Landkreis gab nochmals 500 Euro für den Anstrich in der Halle. 1000 Euro spendete der Vermieter Günter Wittig. Wittig zeigte sich erfreut über den Handel: Die DLRG habe bereits viel Einsatz mit der Renovierung der Halle gezeigt. Er sei glücklich, dass der Zweck der Halle nun dazu diene, Menschen das Leben zu retten. Hombergs Verwaltungschef Dr. Nico Ritz sprach für die Bürgermeister und betonte, dass mit dem Unterstellplatz für die DLRG eine sinnvolle Nutzung für das Gebäude gefunden worden sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.