Abstieg als Motivationsfaktor

Fünf Gründe für Besser Dominanz: Wasik blühte auf – Auf Mayer immer Verlass

Edermünde. Nein, eine Überraschung war die Meisterschaft des TSV Besse in der Tischtennis-Hessenliga wohl nicht. Eher ein (erwarteter) Favoritensieg. Und doch einer der bemerkenswerten Art.

Denn völlig selbstverständlich ist es nicht, dass eine Mannschaft nach einem schmerzhaften Abstieg gleich wieder so vehement angreift und sich so furios zurückmeldet. Wir liefern fünf Gründe für den Durchmarsch.

1.Die Mannschaft:  

Der unglückliche Abschied aus der Oberliga hat die Edermünder hart getroffen, aber auch eine Trotzreaktion provoziert. Gerade die älteren Spieler wollten unbedingt unverzüglich zurück. Ein Ziel, dass die gesamte Mannschaft, die sich stets als Einheit präsentierte, noch enger zusammenrücken ließ.

2.Das Personal: Von Position eins bis sechs war schon vor der Saison klar, dass die Besser über das beste Personal verfügten, wobei natürlich auch die höherklassige Erfahrung einiger Spieler hilfreich war. Mithalten konnte da nur Verfolger Mittelbuchen, der aber im direkten Duell das Nachsehen hatte. Das 9:4 im Hinspiel bei den Mittelhessen war sicherlich ein Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft.

3.Spitzenspieler:  Erhofft, aber in diesem Maße wohl nicht erwartet wurde die Dominanz im vorderen Paarkreuz. Dank des von Position drei aufgerückten Mateusz Kaszuba, der sich überraschend schnell als Nummer zwei etablierte und dabei den früheren Spitzenmann Michal Baron vergessen ließ. Dank eines Petr Wasik, der endlich seine Schulterverletzung überwunden hatte und zum wohl besten Spieler der gesamten Liga avancierte. Auch Kapitän Sebastian Pfaff lieferte - verletzungsfrei - im mittleren Paarkreuz eine konstante Saison ab.

4.Ersatzspieler:  Auf sie war immer Verlass. Auf die Aufrücker aus der (zwischenzeitlich abgemeldeten) zweiten Mannschaft der Besser nämlich, die zuverlässig punkteten. Besonders Routinier Dirk Mayer, in der Rückrunde nur zweimal besiegt. Auch Petr Mottl empfahl sich bei seinen Einsätzen für höhere Aufgaben.

5.Starke Doppel: Es wurde viel experimentiert, doch egal in welcher Besetzung waren die TSV-Doppel ein Puntegarant. Dergestalt, dass die Mannschaft fast immer mit einem Vorsprung in die Einzel gehen konnte. Ein nicht zu unterschätzender psychologischer Vorteil, auch wenn der Meister darauf fast nie angewiesen war.

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