Im Wahllokal bleibt’s kühl

Covid-19 wirkt sich auf Bürgermeisterwahl aus

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In der Wahlkabine: Stella Jakob sitzt Probe in einer Wahlkabine. In Edermünde wird es am Sonntag bei der Wahl spezielle Hygienemaßnahmen geben. 

Gewohnheiten ändern – dafür sorgt das Coronavirus auch bei der Bürgermeisterwahl in Edermünde

Am Sonntag, 15. März, stehen Amtsinhaber Thomas Petrich (von SPD und CDU unterstützt) und Herausforderer, Edermündens Ordnungsamtsleiter Stephan Wassmuth (von der FWG unterstützt), zur Wahl. Was diesmal bei der Bürgermeisterwahl anders sein wird, erklärt Gemeindewahlleiter Harald Blum auf HNA-Anfrage. „Wir haben gedanklich den Wahltag durchgespielt. Es geht uns darum, den direkten Kontakt möglichst zu vermeiden“, sagt er. 

ThomasPetrichBürgermeister

Keine leichte Aufgabe, schließlich sind am Sonntag alle wahlberechtigten Edermünder dazu aufgerufen, ihre Stimme für die Bürgermeisterwahl abzugeben. Blum bittet um Verständnis für die Vorsorgemaßnahmen, die man für den Wahltag treffe. „Wir wollen guten Gewissens sein“, sagt er und beschreibt den Ablauf:

Die Wahlhelfer

In den sechs Wahllokalen werden die Wahlhelfer diesmal deutlich mehr Abstand zu den Wählen und auch zueinander haben. „Wir werden eine weitere Tischreihe als Abgrenzung zwischen Wählern und Wahlhelfern aufbauen. Sie sollen auch nicht so dicht nebeneinander sitzen“, sagt Gemeindewahlleiter Blum. Außerdem werde man Desinfektionsmittel und auch Einmalhandschuhe für die Wahlhelfer zur Verfügung stellen. Direkter Kontakt bestehe dann nur noch, wenn die Wahlvorstände die Wahlbenachrichtigungskarte von den Wählern entgegennehmen. „Somit ist das Risiko so weit wie möglich minimiert“, sagt Blum. Wer einen Nase-Mundschutz tragen möchte, könne das natürlich tun, so Blum. Die Gemeinde stelle diese aber nicht zur Verfügung.

HaraldBlumWahlleiter

Die Wähler

Sie geben ihre Wahlkarte ab, erhalten ihren Stimmzettel und gehen dann in die Wahlkabine, um mit einem Kugelschreiber ihr Kreuz zu machen. Danach wird der Stimmzettel in die Wahlurne geworfen. So war es bislang und es wird vom Ablauf auch weitgehend so bleiben, sagt Blum. Allerdings mit einem kleinen Unterschied: Es werde mehr als einen Kugelschreiber geben, diese würden dann auch ausgetauscht und desinfiziert. „Wer möchte, kann auch seinen eigenen Kugelschreiber nutzen. Die Farbe ist dabei egal“, sagt Blum. Er betont aber, dass Blei- und Buntstifte nicht erlaubt seien – sie machen den Stimmzettel ungültig.

Die Wahllokale

„Es wird dort eine kalte Angelegenheit sein“, sagt Blum. Denn die Türen zu den Wahllokalen sollen wegen der Sorge vor der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus den ganzen Tag offen stehen. Es soll von den Wahlvorständen zudem darauf geachtet werden, dass sich nicht zu viele Menschen auf einmal in den Wahllokalen aufhalten. „Der Zutritt muss gesteuert werden“, sagt Blum.

StephanWassmuthLeiter desOrdnungsamts

Die Auszählung

Bei der Auszählung der Stimmzettel sollen die Wahlhelfer Einmalhandschuhe tragen, um eine mögliche Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu reduzieren. Denn das Virus sei hartnäckig und halte sich auch auf Gegenständen wie Papier über mehrere Stunden.

Die Wahl

Für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 15. März, sind in den vier Ortsteilen sechs Wahlbezirke gebildet worden. Es gibt je zwei Wahllokale in Besse und Grifte, jeweils eins in Haldorf und Holzhausen.

Gewählt werden kann zwischen 8 und 18 Uhr. Wer Briefwahl beantragen möchte, kann das bis Freitag, 13 Uhr, im Rathaus tun, im Notfall am Sonntag von 8 bis 15 Uhr.

Bisher haben mehr Briefwähler als sonst ihre Stimme abgegeben. An der Bürgermeisterwahl 2014, als Thomas Petrich alleiniger Kandidat war, hatten sich 36 Prozent der damals 6004 Wahlberechtigten beteiligt. Von ihnen stimmten 80,5 Prozent für Petrich.

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