Freibadsaison

DLRG Edermünde bietet zusätzliche Schwimmkurse an – Nachfrage ist größer als Angebot

Hat mit ihren Kollegen das Training an die aktuelle Situation angepasst: Anika Perreten von der DLRG Edermünden. Mit Poolnudel im Wasser bewegt sich Cora Salzmann, die schon vor Corona Schwimmen gelernt hat.
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Hat mit ihren Kollegen das Training an die aktuelle Situation angepasst: Anika Perreten von der DLRG Edermünden. Mit Poolnudel im Wasser bewegt sich Cora Salzmann, die schon vor Corona Schwimmen gelernt hat.

Im Freibad in Holzhausen am Hahn hat die DLRG nach langer Zeit wieder mit Schwimmkursen für Kinder begonnen. Da die Nachfrage groß ist, wurde das Angebot aufgestockt. Ein Einblick.

Holzhausen am Hahn – Es ist schon die zweite Gruppe Eltern mit Kindern, die am Samstagmorgen um kurz vor zehn auf Einlass wartet. Zum ersten Mal nach langer Zeit bietet die DLRG Edermünde wieder Schwimmkurse an. Deshalb ist das Freibad in Holzhausen am Hahn zu dieser Uhrzeit noch nicht für den Regelbetrieb geöffnet.

„Der Ansturm ist riesig“, sagt Anika Perreten von der DLRG Edermünde, die mit ihren Rettungsschwimmerkollegen gern Extradienste einlegt, um der starken Nachfrage zumindest ein Stück weit Herr zu werden.

Coronabedingt sei die Schwimmausbildung seit Frühjahr vergangenen Jahres nahezu komplett zum Erliegen gekommen und somit quasi ein kompletter Jahrgang nicht in den Genuss von Schwimmunterricht gekommen. „Seit der Wiedereröffnung der Schwimmbäder hat sich die Anzahl der Kinder, die auf einen Kursplatz warten, mehr als verdoppelt“, so die 21-Jährige, die allein bei den Seepferdchenkursen an die 90 angemeldete Kinder zählt.

Edermünde: Nachfrage nach Schwimmkursen ist hoch

„Das entspricht einer Wartezeit von etwa anderthalb bis zwei Jahren, und das nur unter der Voraussetzung, dass die Schwimmbäder in der Sommer- und Wintersaison auch zur Verfügung stehen.“ Die Rettungsschwimmerin macht sich Sorgen und untermauert damit eine Mitteilung des DLRG-Bundesverbandes, in der Pressesprecher Achim Wiese schon zu Beginn der Badesaison vor ernst zu nehmenden Folgen der Corona-Pandemie gewarnt hat.

Als Folge der Schwimmbadschließungen und fehlenden Ausbildungsmöglichkeiten rechnet die DLRG sowohl mit einem weiteren Anstieg schwimmunfähiger Kinder als auch mit erhöhten Ertrinkungszahlen speziell in den Sommermonaten.

DLRG in Edermünde hat Kursangebot erweitert, damit mehr Kinder Schwimmen lernen können

Um dem entgegenzuwirken, bieten auch die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer in Edermünde zusätzlich zu ihren regulären Trainingszeiten weitere Kurse an und haben dafür ihr Trainingskonzept an die aktuelle Situation angepasst. „Das geht bei den Zeiten los und endet bei den Abstandsregeln und der Frage, wie ich einem Nichtschwimmer das Schwimmen beibringe, wenn ich ihn nicht anfassen darf“, so die Sprecherin der DLRG-Ortsgruppe, Gabi Salzmann. Eine Maske helfe wenig, denn „sobald die nass ist, bietet sie keinen Schutz mehr.“

Die Jungen und Mädchen merken von alledem nichts, sie paddeln am Samstag fröhlich im erfrischenden Nass und vertrauen auf Poolnudeln und Schwimmbretter statt auf die Hände ihrer Trainer. Während die Kinder ihre ersten Schwimmversuche wagen, nehmen es die übrigen Schwimmbadfans laut Perreten gelassen, dass sie wegen der zusätzlichen Kurse auf zwei Stunden ihrer regulären Badezeit verzichten müssen, alle wüssten schließlich um die enorme Wichtigkeit des Schwimmunterrichtes. „Ein bisschen Bewegung holt man leicht wieder auf, aber ertrinken kann man nur einmal, und deswegen ist das sichere Schwimmen das, was wir möglichst vielen Kindern ermöglichen möchten.“ (Sascha Hoffmann)

Info: edermünde.dlrgde

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