Corona-Pandemie

Acht positive Schnelltests in Edermünder Seniorenzentrum

Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht werden in einem Labor für die weitere Analyse vorbereitet.
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Acht Menschen haben sich im Edermünder Seniorenzentrum mit dem Coronavirus infiziert. Weitere wurden getestet.

Bei vier Bewohnern sowie bei vier Mitarbeitern im Seniorenzentrum Edermünde wurde eine Corona-Infektion nachgewiesen. Alle Betroffenen sind bislang symptomlos.

Acht Menschen im Edermünder Seniorenzentrum haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus einer Mitteilung von Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH hervor. Diese ist Trägerin der Edermünder Einrichtung. Die Schnelltests kamen bei einer Reihentestung zum Einsatz.

Um die Situation bewerten zu können, hat das Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises in Abstimmung mit Hephata am Mittwoch, 25. November, PCR-Tests bei allen Senioren und Mitarbeitern veranlasst. Geschäftsführer Hermann-Josef Nelles hofft nun, dass die Ergebnisse so bald wie möglich vorliegen.

Seniorenzentrum in Edermünde fühlt sich „gut gerüstet“

Er hält die Edermünder Einrichtung für „gut gerüstet“ für verschiedene Szenarien. In dem Seniorenzentrum leben aktuell rund 40 Senioren. Außerdem arbeiten dort 35 Beschäftigte in Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft. „Wenn wir eine bestimmte Anzahl an bestätigt infizierten Bewohnerinnen und Bewohnern zu versorgen haben sollten, können wir dies in einem Isolierbereich im Erdgeschoss des Hauses organisieren“, so Nelles. Alternativ sei die Versorgung erkrankter Bewohner auch im bestehenden Wohnbereich unter Quarantänebedingungen möglich.

„Schon seit der Kenntnis über die ersten positiven Schnelltests haben wir die Bewohnerinnen und Bewohner soweit wie möglich separat in ihren Zimmern versorgt“, sagt der Geschäftsführer. Außerdem wurde ein Besuchsverbot ausgesprochen, wobei Ausnahmen für die Palliativ-Versorgung und die Begleitung in der letzten Lebensphase gelten.

Seniorenzentrum Edermünde: Schutzausrüstung ist vorhanden

Vorkehrungen hat Nelles auch getroffen für den Fall, dass weitere Mitarbeitende erkranken sollten: „Zum einen haben wir, wenn es erforderlich werden sollte, die Möglichkeit, dass positiv getestete Mitarbeitende ohne Symptome in einem isolierten Bereich positiv getestete Bewohner weiter versorgen dürfen.“ Zum anderen seien sie aktuell dabei, für den Fall der Fälle Mitarbeitende aus anderen Einrichtungen für potenzielle Unterstützungseinsätze zu gewinnen.

Alle Angehörige sowie gesetzliche Betreuer hat Nelles am Mittwoch in einem Brief über die aktuelle Situation informiert. „Wir sind optimistisch, dass wir die Situation, die für alle Beteiligten eine große Kraftanstrengung bedeutet, gemeinsam gut meistern werden“, so Nelles.

Hoffnungsvoll ist er auch deshalb, weil Schutzausrüstung wie FFP-Masken, Kittel und Desinfektionsmittel vorhanden und die Hygienekonzepte gut erprobt sind. „Mit der gebotenen Sorgfalt werden wir weiterhin alles für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner machen, was in unserer Macht steht“, so der Geschäftsführer.

von Christina Zapf

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