Hilfe nach Hochwasser

Von Edermünde ins Ahrtal: Auf zur Mission Campingplatz

Helfen mit schwerem Gerät im Ahrtal: hinten von links hinten Erik Siewert, Christian Rudolph, Habes Eren, Jonas Osterberg, Heiko Kupfer, Michael Noll und Thomas Regenbogen. Vorne von links Hagen Emmeluth, Ralf Brückmann, Ruben Lehmann und Andreas Anacker.
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Helfen mit schwerem Gerät im Ahrtal: hinten von links hinten Erik Siewert, Christian Rudolph, Habes Eren, Jonas Osterberg, Heiko Kupfer, Michael Noll und Thomas Regenbogen. Vorne von links Hagen Emmeluth, Ralf Brückmann, Ruben Lehmann und Andreas Anacker.

Mitarbeiter von Brückmann Transporte in Edermünde und von Emmeluth in Kassel haben sich zusammengetan, um ehrenamtlich im Ahrtal zu helfen, Spuren des Hochwassers zu beseitigen.

Edermünde/Kassel – Ein beeindruckender Tross an Fahrzeugen steht auf dem Gelände von Brückmann Transporte in Edermünde. Mitarbeiter der Spedition haben sich mit Beschäftigten des Kasseler Bauunternehmens Emmeluth zusammengetan, um ehrenamtlich im rheinland-pfälzischen Ort Schuld zu helfen, die Spuren des Hochwassers vom 14. und 15. Juli zu beseitigen.

Ein beeindruckender Tross an Fahrzeugen steht auf dem Gelände von Brückmann Transporte in Edermünde. Mitarbeiter der Spedition haben sich mit Beschäftigten des Kasseler Bauunternehmens Emmeluth zusammengetan, um ehrenamtlich im rheinland-pfälzischen Ort Schuld zu helfen, die Spuren des Hochwassers vom 14. und 15. Juli zu beseitigen.

13 Männer von Brückmann und Emmeluth helfen ehrenamtlich im Ahrtal

Am Freitagnachmittag traten die 13 Männer die rund vierstündige Fahrt ins 320 Kilometer entfernte Ahrtal an. Ihre Mission: Sie wollen den von den Flutmassen verwüsteten Campingplatz Schuld wieder herstellen. Dabei zum Einsatz kommen fünf Kipper, drei Sattelzüge, drei Bagger, eine Planierraupe und ein Kranwagen, der die Löffel der Bagger transportiert. „Sie freuen sich, dass wir mit den großen Maschinen kommen“, sagt Ruben Lehmann, Kranwagenfahrer bei Brückmann Transporte.

Schlafen werden die Männer bei ihrem Aufenthalt in Schuld laut Lehmann, in einer Halle sowie in den Lkw. Um ihre Verpflegung werde sich die Campingplatzbetreiberin kümmern. Vor Ort wollen die Ehrenamtlichen Mutterboden verteilen, das Flussbett der Ahr, die neben dem Campingplatz verläuft, begradigen und Müll beseitigen. Bis Sonntagmittag haben die Männer dafür Zeit. „Wir werden an den 1,5 Tagen nicht alles schaffen“, sagt Lehmann.

Zweiter Einsatz für die Mitarbeiter von Brückmann und Emmeluth im Ahrtal

Den Einsatz hat das Technische Hilfswerk (THW) Luxemburg vermittelt. Entstanden war der Kontakt bei der Planung des ersten gemeinsamen Einsatzes der Mitarbeiter von Brückmann und Emmeluth im Ahrtal vor rund vier Wochen. Damals rissen sie unter anderem mit schwerem Gerät in Marienthal, Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, ein Haus ab und befreiten Vorgärten von Schlamm und Schutt. „Diesmal wollen wir mehr bewegen“, sagt Erik Siewert, Land- und Baumaschinenführer bei Emmeluth in Kassel. Das Unternehmen ist auf Hoch- und Tiefbau spezialisiert.

Siewert war ebenso wie Lehmann bereits vor vier Wochen im Ahrtal. Er sorgt nun mit seinem Werkstattwagen dafür, dass die mitgebrachten Maschinen immer einsatzbereit sind. „Wir wollen den Campingplatz wieder schick machen.“ Die zerstörte Wiese soll wieder hergestellt werden. „Wie die Lage ist, sehen wir erst vor Ort“, sagt Siewert. „Es ist Wahnsinn, wie es dort noch aussieht“, so Siewert weiter.

Inhaber von Emmeluth und Brückmann unterstützen Mission ihrer Mitarbeiter

Bei seinem ersten Einsatz half er auch bei der Demontage von Heizöltanks, in die Schlamm und Wasser eingedrungen waren. Im Ahrtal gebe es kaum noch intakte Heizungen. Die Leute müssten nun oft mit Holz heizen. Deshalb hat einer der Kipper von Brückmann auch Holz geladen. Es wurde laut Firmeninhaber Ralf Brückmann in Malsfeld gesammelt und soll im Ahrtal Wärme spenden.

Zusammen mit Bauunternehmer Hagen Emmeluth unterstützt er den ehrenamtlichen Einsatz. „Die Leute wollen das“, sagt Emmeluth über seine Mitarbeiter. Er und Ralf Brückmann stellen die Kipper, Sattelzüge, Baumaschinen sowie den Diesel zur Verfügung. Anstatt Spenden zu sammeln oder sofort nach der Flut ins Ahrtal zu fahren, hätten sie sich entschieden dann anzupacken, wenn „sonst die Luft raus ist“, sagt Emmeluth. (Christina Zapf)

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