Coronapandemie

Die Rettungsschwimmer in Edermünde trainieren wieder

Die Mitglieder der DLRG Edermünde sind dankbar, dass die Gemeinde es ihnen ermöglicht, wieder zu trainieren: Nadine Görtz (von links), Sonja Kayser, Christian Koch und Michaela Koch.
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Die Mitglieder der DLRG Edermünde sind dankbar, dass die Gemeinde es ihnen ermöglicht, wieder zu trainieren: Nadine Görtz (von links), Sonja Kayser, Christian Koch und Michaela Koch.

Die Rettungsschwimmer in Edermünde trainieren wieder. Die DLRG darf das Freibad in Holzhausen/Hahn schon vor der regulären Öffnung nutzen, um sich auf Einsätze vorzubereiten.

Holzhausen/Hahn – „Es ist schön, mit dem Training wieder so etwas wie einen gewohnten Tagesablauf zurückzubekommen. Gerade auch, weil ich nicht mehr so oft in die Schule darf, kann ich jetzt immerhin wieder ins Training gehen“, sagt Luca Zickmann aus Dissen. Die DLRG Edermünde hat im Freibad Holzhausen nach drei Monaten wieder mit dem Training angefangen.

Vorerst dürfen allerdings nur die Rettungsschwimmer ab 13 Jahren wieder trainieren. „Die Jüngeren müssen noch warten“, sagt Schriftführerin Gabi Salzmann.

Die Regeln in Zeiten von Corona sind streng und haben vieles verändert. Außerhalb des Beckens müssen die Schwimmer einen Abstand von 1,5 Metern zueinander halten. Im Wasser ist eine Distanz von drei Metern Pflicht. Dort gilt die Regelung „Ein Kopf pro fünf Quadratmeter“, erklärt Salzmann.

DLRG Edermünde: Weniger Sportler pro Bahn

Die Schwimmer sind in Gruppen eingeteilt. Pro Bahn dürfen weniger Sportler als vor der Corona-Pandemie ins Wasser. Außerdem herrscht beim Schwimmen ein Überholverbot und Pausen am Beckenrand dürfen nicht gemacht werden – das bedeutet rund 45 Minuten Schwimmen am Stück.

„Auch Hindernisschwimmen, Schlepp- und Befreiübungen sind wegen des Infektionsschutzes derzeit nicht möglich“, sagt Salzmann. Dafür setzen Nadine Görtz und Sonja Kayser, beide Trainerinnen, auf die Verbesserung der Kondition und Technik bei den Schwimmstilen sowie eine Stärkung der verschiedenen Muskeln.

Die Trainigsvorbereitungen beim DLRG haben sich geändert

Laut Nils Koch haben sich auch die Vorbereitungen auf das Training verändert. Aus Hygienegründen müssen die Schwimmer nun bereits zu Hause duschen und ihren Badeanzug oder ihre Badehose anziehen. Die Zeit müssen sie dabei stets im Blick behalten, denn wer zu spät kommt, der steht vor dem verschlossenen Tor.

Nils Koch und Luca Zickmantel, beide Mitglieder beim DLRG Edermünde, haben sich auspowern können.

Um den Zutritt von Unbefugten zu verhindern, wird es nach Trainingsbeginn abgeschlossen. Nils Koch freut sich, wenn das Training wieder unter den üblichen Bedingungen stattfinden kann. „Dann dauert es wieder länger und wir haben nicht mehr das nervige Drumherum“, sagt der 16-Jährige.

Rettungsschwimmer in Edermünde freuen sich, dass sie wieder trainieren dürfen

„Es ist toll, dass wir wieder trainieren dürfen. Die Einschränkungen sind okay“, sagt Rettungsschwimmer Christian Koch. Die neuen Regeln basieren auf einem Hygienekonzept, das Salzmann mit einer Arbeitsgruppe erarbeitet hat.

Die Grundlage bilden Vorgaben des Deutschen Schwimm-Verbands und die Risikobewertung des DLRG-Bundesverbands. Eingang und Ausgang des Freibads wurden separiert, um zu vermeiden, dass sich die Mitglieder der zwei Trainingsgruppen, die nacheinander im Freibad sind, begegnen.

Die Zahl der Trainer wurde erhöht, um die Einhaltung der Abstandsregeln im Becken zu überwachen. Auf fünf Schwimmer kommt so ein Trainer. Nicht alle Mitglieder der DLRG nehmen unter den jetzigen Bedingungen am Training teil.

Statt einer Anwesenheitsliste muss jeder Schwimmer bereits zuhause einen Zettel mit persönlichen Angaben ausfüllen, der dann in eine Dose gesteckt wird. Die Unterlagen werden für vier Wochen aufbewahrt.

So sollen Infektionswege zurückverfolgt werden können. Wenn das Freibad wieder für alle öffnet, passt der Verein sein Konzept an die neuen Bedingungen an.

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