Schutz hat Priorität

Das Seniorenzentrum Edermünde hat ein neues Führungsduo

Sind motiviert: Diana Seeck (von links), neue Pflegedienstleitung und Petra Thiemich, neue Einrichtungsleitung im Seniorenzentrum Edermünde-Besse.
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Sind motiviert: Diana Seeck (von links), neue Pflegedienstleitung und Petra Thiemich, neue Einrichtungsleitung im Seniorenzentrum Edermünde-Besse.

Das Seniorenzentrum Edermünde hat zwei Leitungsposten neu besetzt. Wir stellen die neue Pflegedienstleitung und die neue Einrichtungsleiterin vor.

Edermünde - Das Seniorenzentrum Edermünde hat eine schwere Zeit hinter sich. Ende 2020 gab es dort einen großen Corona-Ausbruch. Ein Viertel der Bewohner starb an oder mit dem Coronavirus. Für die teilweise ebenfalls erkrankten Pflegekräfte eine belastende Situation. Doch nun heißt es nach vorne blicken: Für frischen Wind in der Einrichtung sorgen Diana Seeck, neue Pflegedienstleitung im Seniorenzentrum, und Petra Thiemich, neue Einrichtungsleiterin.

Seniorenzentrum Edermünde: Neues Führungsduo

Mit dem neuen Führungsduo verbindet Hermann-Josef Nelles, Geschäftsführer der Hephata Soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde), neue Perspektiven für das Heim. Seecks und Thiemichs Vorgängerin Eszter Facsko-Otto leitete das Seniorenzentrum drei Jahre. „Das Infektionsgeschehen macht etwas mit den Menschen“, sagt Nelles. Die genauen Beweggründe für ihren Weggang kenne er nicht.

Die neuen Frauen an der Spitze aber sind motiviert: „Wir haben Lust, das Haus einen Schritt nach vorne zu bringen“, sagt Thiemich, die examinierte Krankenschwester ist. Sie und Seeck kennen sich bereits. Vor einigen Jahren kreuzten sich ihre Wege bei der Diakonie.

Seniorenzentrum Edermünde: Führungsduo arbeitet nicht zum ersten Mal zusammen

Auch dort sei Thiemich, die seit 20 Jahren im Pflegebereich arbeitet, ihre Vorgesetzte gewesen, so Seeck. Die examinierte Kinderkrankenschwester hat zuvor unter anderem im Ambulanten Pflegedienst gearbeitet und ein Awo-Pflegeheim mitaufgebaut.

Zuletzt leitete Thiemich die Ganztagsbetreuung an einer Grundschule. Eine Zufallsbegegnung mit Nelles im Dezember führte sie in das Edermünder Seniorenzentrum. Als dort das Pflegepersonal, teilweise selbst am Coronavirus erkrankt, an seine Grenzen kam, bot Thiemich an, in den Abendstunden auszuhelfen. Auch sie hat diese schwierige Zeit geprägt.

Seniorenzentrum Edermünde: Neue Leiterinnen haben sich viel vorgenommen

Beide Frauen sind in der Pflegedienstleitung ausgebildet und haben sich einiges vorgenommen: „Es ist unsere wichtigste Aufgabe, das Haus gesund und sicher durch die Pandemie zu bringen“, sagt Thiemich. Helfen sollen Schutzmaßnahmen und die Testung von Mitarbeitern und Besuchern auf eine Corona-Infektion.

Seeck ist darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und ein reger Austausch mit den Angehörigen wichtig. Die 53-Jährige möchte ein „freundliches und offenes Haus“ schaffen. Für das Personal wünschen sich Seeck und Thiemich wieder Normalität.

Unterstützung in seiner Arbeit erhält das Seniorenzentrum seit Anfang März an zwei Tagen pro Woche von der Bundeswehr. Auch wenn die Bewohner geimpft seien, ist Vorsicht angesagt. Mitarbeiter müssen weiterhin Mund-Nasen-Masken tragen. Die nicht sichtbare Mimik erschwere jedoch die Kommunikation mit den Bewohnern. „Das Gesicht bleibt verborgen“, sagt Thiemich.

Seniorenzentrum Edermünde: Hohe Zahl der Geimpften aufrechterhalten

Die Senioren, die sich im Dezember mit dem Coronavirus infiziert hatten, werden sechs Monate nach ihrer Erkrankung geimpft. Neuankömmlinge ohne Impfung, werden so schnell wie möglich von Ärzten, die dafür ins Heim kommen, geimpft.

Ziel sei es, den Anteil der geimpften Senioren und Mitarbeiter hoch zuhalten. Seeck wurde bereits bei ihrem früheren Arbeitgeber geimpft, Thiemich erhielt diese Woche ihre Erstimpfung. (Christina Zapf)

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