Auf einem anderen Kontinent

Jugendaustauschprogramm ermöglicht Felix Aubel ein Jahr in den USA

Felix Aubel aus Besse verbringt ein Jahr in den USA.
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Felix Aubel aus Besse verbringt ein Jahr in den USA.

In wenigen Tagen ist es so weit: Am 3. August fliegt Felix Aubel aus Besse in die USA. Dort verbringt er ein Jahr bei einer Gastfamilie in Texas und besucht die Highschool. 

Besse - In wenigen Tagen ist es so weit: Am 3. August fliegt Felix Aubel aus Besse für ein Jahr in die USA. Dort lebt er bei einer Gastfamilie in der Stadt Wichita Falls, Bundesstaat Texas, und besucht die örtliche Highschool.

Ermöglicht wird ihm der Auslandsaufenthalt vom Parlamentarischen Partnerschaftsprogramm (PPP), das 1983 vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und dem Deutschen Bundestag gestartet wurde. Seit mehr als 35 Jahren besteht eine Zusammenarbeit mit dem Verein Experiment, der die Organisation des deutsch-amerikanischen Jugendaustauschs übernimmt.

Ein Jahr in den USA: Der Koffer ist noch nicht gepackt

Lange war aufgrund der Corona-Pandemie ungewiss, ob der Auslandsaufenthalt tatsächlich stattfindet. Doch nun sieht Felix Aubel dem Abenteuer auf einem anderen Kontinent entspannt entgegen. Seinen Koffer will er erst am Montag packen. „Ich schiebe alles gerne auf. Beim Packen ist es nicht viel anders“, sagt der 17-Jährige.

Da Felix Aubel ein Vollstipendium hat, konnte er nicht beeinflussen, wo in den USA er nun leben wird. „Wenn ich es mir hätte aussuchen können, wäre ich gerne nicht in einem konservativen Staat gelandet“, sagt er. Zu seinen Wunsch-Bundesstaaten hätten Kalifornien, New York und Pennsylvania gezählt.

Felix Aubel aus Besse wird ein Jahr bei einer Gastfamilie in Texas verbringen

Doch Felix Aubel hat Hoffnung, dass seine texanische Gastfamilie aufgeschlossener ist als zunächst angenommen, denn er zieht zu einem lesbischen Ehepaar mit zwei Töchtern. Auch vier Katzen und einen Hund haben sie.

Zum Glück sei seine Tierhaar-Allergie nicht sehr ausgeprägt. Das Leben mit Haustieren wird für ihn ebenso eine neue Erfahrung wie der Dresscode an der Highschool. „Aber als Junge habe ich es relativ leicht.“ Hose und T-Shirt oder Tank-Top seien durchaus erlaubt. Aber: „Jungs müssen sich rasieren.“

Nachdem Felix Aubel sich für das Programm beworben hatte, wurde er zu einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Bettina Hoffmann (Grüne) eingeladen. Diese wählte ihn als Kandidaten aus ihrem Wahlkreis für das Vollstipendium aus. Positiv hat sich hierbei sicher ausgewirkt, dass sich Felix Aubel für deutsche und amerikanische Politik interessiert.

In die USA zu reisen, war schon lange ein Traum von Felix Aubel

Die USA zu besuchen, sei schon immer sein Traum gewesen. Von dem einjährigen Aufenthalt erhofft er sich unter anderem, Englisch fließend sprechen zu können. Mit Handy und Tablet will er den Kontakt zu Freunden und Familie in der Heimat halten.

Damit er seine Lieben auch in Texas vor Augen hat, hat er sich einige Fotos von ihnen ausgedruckt, die er in seinem Zimmer bei der Gastfamilie aufhängen will. Eine Abschiedsfeier vor seiner Abreise hat es dank des niedrigen Inzidenzwerts Mitte Juli im Landkreis auch gegeben. Mit 40 Verwandten und Freunden hatte er an der Grillhütte in Hertingshausen einen schönen Abend.

Nach seinem Jahr in den USA möchte Felix Aubel, der bis vor den Ferien die 10. Klasse an der Dr.-Georg-August-Zinn-Schule besucht hat, auf die Friedrich-List-Schule in Kassel wechseln und dort sein Abitur machen.

Info: Noch bis 10. September kann man sich für das Vollstipendium des PPP im Schuljahr 2022/23 bewerben. bundestag.de/ppp (Christina Zapf)

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