Deutliche Kostensteigerung

Kita-Neubau in Grifte und Besse: 1 Million Euro Mehrkosten

Es hat sich schon einiges getan: Der Kita-Neubau in Grifte am Baunatalweg nimmt Gestalt an.
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Es hat sich schon einiges getan: Der Kita-Neubau in Grifte am Baunatalweg nimmt Gestalt an.

In Grifte und Besse baut die Gemeinde Edermünde zwei identische siebengruppige Kindergärten. Aufgrund des Baustoffmangels ist mit Mehrkosten von einer Million Euro zu rechnen.

Edermünde - Der Edermünder Gemeindevorstand hat sich kürzlich ein Bild von der Kindergartenbaustelle in Grifte gemacht. In Grifte und Besse baut die Gemeinde zwei identische siebengruppige Kindergärten. Bezogen werden sollen sie von den bestehenden Einrichtungen „Pusteblume“ in Grifte und „Vogelnest“ in Besse.

Aufgrund des Baustoffmangels bei unterschiedlichen Materialien gibt es bei beiden Bauten jeweils eine Kostensteigerung von rund 600 000 Euro. Für die weiteren Bauarbeiten hofft Bürgermeister Thomas Petrich, dass alle Handwerker ihre Materialen bekommen und es nicht auch noch zeitliche Verzögerungen gibt. „Wir sind froh, dass wir mit dem Holzbau schon durch sind.“

Kita-Neubauten in Edermünde: Es kommen deutliche Mehrkosten auf die Gemeinde zu

Zwischen acht Prozent und zehn Prozent steigen die Kosten laut aktuellem Stand je Kita-Neubau im Vergleich zu den im Haushalt vorgesehenen finanziellen Mitteln von jeweils rund 5,8 Millionen Euro auf je 6,3 Millionen Euro. In Summe kommt damit rund eine Million Euro Mehrkosten auf die Gemeinde zu, so Petrich.

„Das ist ein riesiger Betrag, der schmerzt und mit dem wir umgehen müssen.“ Wie, darüber werden die Gremien der Gemeinde beraten. Dabei werde auch geschaut, ob nicht doch an einigen Stellen gespart werden kann.

Das Thema wird in der Gemeindevertretung diskutiert werden, denn die Parlamentarier müssen die Mehrkosten genehmigen. Sie werden letztlich entscheiden, ob es einen vorgezogenen Nachtragshaushalt aufgrund der Kostensteigerung gibt, oder ob sie für die Kita-Neubauten einen Einzelbeschluss fassen.

Kita-Neubauten in Besse und Grifte: Ausschreibungen in einer schwierigen Zeit

Der Grund für die Kostensteigerung an beiden Gebäuden ist laut Petrich, dass die Gemeinde mit einem Teil der Ausschreibungen in eine schwierige Zeit gerutscht ist. Für die Gewerke Fassadenbau und Schlosserarbeiten ist nach Information des Bürgermeisters mit mindestens 600 000 Euro Mehrkosten zu rechnen, die entsprechenden Angebote werden derzeit geprüft.

Noch nicht ganz so weit fortgeschritten ist der Bau des neuen Kita-Gebäudes in Besse.

Große Sorgen macht Petrich auch die Vergabe der Außenanlagen mit Spielflächen, Wegen, Straßenanbindung, Parkplätzen sowie weiteren Nebenanlagen. Die Ausschreibung dazu werde, da die vorliegenden Angebote den Kostenansatz enorm überschreiten, voraussichtlich aufgehoben und konzeptionell überarbeitet.

Fertigstellung der Kita-Gebäude ist für Sommer 2022 angedacht

Zumindest was den Zeitplan der Bauarbeiten angeht, gibt es gute Nachrichten. Besonders das Projekt in Grifte hat inzwischen sichtbar Form angenommen. Die bereits im vergangenen November beauftragte Holzbaufirma Haveloh hat in Grifte trotz witterungsbedingter Verzögerung die Montage der vorproduzierten Wandelemente weitgehend abgeschlossen und beginnt jetzt in Besse mit den Aufbauarbeiten. Derweil ist in Grifte bereits der Dachdecker zu Gange.

Der Baufortschritt hängt zwar gute zwei Wochen hinter dem Plan, aber aktuell kann laut Bürgermeister Petrich noch von einer Bezugsfertigkeit beider Gebäude im Sommer 2022 ausgegangen werden. Für ihn ist derweil klar, dass es weitergehen muss. „Die kritische Situation im Baugewerbe können wir nicht ändern.

Außerdem werden die beiden Neubauten dringend benötigt. Wir sind jetzt mitten in der Bauphase und müssen nun schauen, dass wir das Beste aus der Situation machen. Ich möchte möglichst ohne größeren Verzug ein sinnvolles und gutes Ergebnis abliefern“, so der Bürgermeister. (Christina Zapf)

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