Verhandlungen am 7. November 

Geld für neue Kitas: Edermünde stellt Antrag bei Hessenkasse

Edermünde. Die Gemeinde Edermünde könnte bald für ihr finanzielles Geschick belohnt werden. Die Gemeindevertreter beschlossen in ihrer Sitzung am Mittwoch einstimmig, am Investitionsprogramm der Hessenkasse teilzunehmen.

Anders als beim Entschuldungsprogramm profitieren davon Kommunen, die trotz knappen Budgets keine Kassenkredite aufgenommen haben. Im Klartext heißt das für Edermünde 1,4 Millionen Euro vom Land.

Wann das Geld in der Gemeinde ankommt, sei nicht klar, erklärte Bürgermeister Thomas Petrich. Zunächst muss erst der Antrag beim Hessischen Finanzministerium gestellt werden. Wofür die 1,4 Millionen Euro verwendet werden sollen, sei ebenfalls offen. Die Einsatzmöglichkeiten seien an wenige Bedingungen geknüpft, die Gemeinde könne frei entscheiden. „Wir können das Geld gut gebrauchen, um die beiden neuen Kindergärten zu finanzieren“, sagte Petrich.

Die zukünftigen Kitas in Besse und Grifte sollen für jeweils sieben Gruppen Platz bieten. Die Kostenschätzungen belaufen sich bisher auf etwa 7,5 Millionen Euro, die Gebäude sollen bis Ende 2020 stehen (wir berichteten).

Mittlerweile ist man in der Verhandlungsphase mit den Preisträgern des Architektenwettbewerbs. Von drei Preisträgern ist einer aus den Verhandlungen ausgetreten. Nun geht es darum, zwischen zwei Entwürfen zu wählen.

Beide Vorschläge sehen den Bau von zwei identischen Kitas vor. Somit könnte die Hälfte der Kosten, etwa bei der Tragwerksplanung, eingespart werden, sagte Petrich. „Beide Entwürfe bieten ein gutes Lebensumfeld für die Kinder.“ Anfangs habe er „mit Bauchgrummeln“ das Vergabeverfahren verfolgt. Schließlich kannten die externen Experten der Jury die Ansprüche der Gemeinde nicht.

Doch die Zweifel sind im Laufe des Verfahrens verflogen – Petrich lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindevertretung. „Wir sind froh und stolz, dass alles so gut geklappt hat.“ Einstimmig beschlossen wurde daher, die Kita-Leitungen aus den Ortsteilen Grifte und Besse sowie Vertreter der Fraktionen, des Bauamts und der Finanzverwaltung in die Verhandlungen mit einzubeziehen.

Das sind die nächsten Schritte: Änderungswünsche an den Entwürfen wurden den Architekturbüros mitgeteilt. Dabei handele es sich allerdings nur um Kleinigkeiten, sagte Petrich. Die Verhandlungen finden am 7. November statt, dabei geht es um die Änderungen und die Höhe der Kosten. Die Entscheidung für einen der Entwürfe trifft die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 26. November im Dorfgemeinschaftshaus Besse, ab 19.30 Uhr. 

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/dpa

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