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Edermünde: Unbekannte stehlen 25 Fahrräder im Wert von 100.000 Euro

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Von: Christina Zapf

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Blick in das Fahrradgeschäft „Langenberg.bike – Fahrradmanufaktur“ in Holzhausen am Hahn.
Blick in das Fahrradgeschäft „Langenberg.bike – Fahrradmanufaktur“ in Holzhausen am Hahn. © Peter Zerhau

Unbekannte haben aus einem Fahrradgeschäft 25 hochwertige Fahrräder gestohlen. Der Schaden liegt bei über 100.000 Euro.

Holzhausen/Hahn – „Wir sind gerade am Aufräumen und haben viel zu tun“, sagt Christian Schmelz, Inhaber des Fahrradgeschäfts „Langenberg.bike – Fahrradmanufaktur“ in Holzhausen am Hahn. Unbekannte hatten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch eine Nebeneingangstür aufgebrochen und 25 hochwertige Mountainbikes, Rennräder und E-Bikes aus dem Verkaufsraum gestohlen. Die Räder stammten von den Marken Trek, Merida, Bianchi, Centurion und Pivot. Sie haben einen Wert von rund 100.000 Euro.

Jetzt gehe es vor allem darum, den entstandenen Schaden zu regulieren. „Wir machen nun eine Auflistung für die Versicherung“, sagt Bernd Schmelz, Vater des Ladeninhabers. Er war es auch, der am Mittwochmorgen den Einbruch als Erster bemerkte.

Er vermutet, dass die Diebe das Fahrradgeschäft ganz gezielt angesteuert haben und das Gebäude zuvor bereits ausspioniert hatten. „Die Nebeneingangstür, durch die sie ins Geschäft gelangt sind, ist im Laden mit einem Verkaufsaufsteller zugestellt und dadurch eigentlich nicht sofort sichtbar“, sagt Christian Schmelz.

Von außen sei sie nur einsehbar, wenn man sich auf dem Grundstück befindet, ergänzt sein Vater. An der Tür sei ein Schaden in Höhe von 500 Euro entstanden. Ihre Spuren hätten die Einbrecher beseitigt. „Sie haben keine DNA hinterlassen“, sagt Bernd Schmelz. Er spricht von „Profi-Einbrechern mit Gentlemen-Charakter“. Denn: Vandalismus im Verkaufsraum habe es nicht gegeben. Die 25 Fahrräder seien gezielt entwendet worden.

„Mit den anderen Fahrrädern sind sie ordentlich umgegangen. Sie haben nichts verwüstet“, sagt Bernd Schmelz. Ein Fahrrad hätten die Diebe zuerst rausgezogen, es dann aber wieder zurückgestellt. Deshalb ist für Schmelz klar: „Die Einbrecher sind gezielt vorgegangen.“ Bernd Schmelz geht davon aus, dass sie eventuell sogar auf Bestellung gehandelt haben könnten. „Damit rechnest du nicht“, sagt Christian Schmelz über den Einbruch. In der Manufaktur werden auch Fahrräder von Hand hergestellt und dann an die Kunden verkauft. Bei dem Einbruch seien jedoch nur Fahrräder von Fremdmarken entwendet worden.

Bernd Schmelz glaubt, dass mehrere Personen am Einbruch beteiligt waren. Sie haben auf dem Fußboden Spuren hinterlassen. Abdrücke auf dem nahe gelegenen Feld ließen darauf schließen, dass die Diebe sich auf diesem Weg dem Geschäft genähert haben. „Quer über einen Acker“, sagt er. Auf einem Weg nahe des Tennisplatzes hinter dem Freibad hätten sie wohl ihr Fahrzeug geparkt, zu dem sie die Fahrräder dann trugen und schoben. „Die Fahrräder waren nicht fahrbereit“, sagt Bernd Schmelz. Sie hätten beispielsweise keine Pedale gehabt.

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