Bürgerversammlung mit Schwerpunkt Lärmschutz an der A 49 am 17. November im Holzhäuser Dorfgemeinschaftshaus

„Fehler müssen korrigiert werden“

Protestaktion an der A 49 in Holzhausen/Hahn: Den gestiegenen Lärmpegel halten viele Edermünder für unerträglich und fordern Abhilfe. Die Interessengemeinschaft Lärmschutz macht Druck. Foto: privat

Edermünde. Was tut sich in Sachen Lärmschutz an der A 49, die direkt durch den Edermünder Ortsteil Holzhausen führt? Dieses Thema wird ein Schwerpunkt in der Bürgerversammlung sein, zu der die Gemeinde Edermünde für Montag, 17. November, ab 19.30 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus nach Holzhausen einlädt.

Die Interessengemeinschaft Lärmschutz A 49, die im vergangenen Jahr gegründet worden war, wird über den aktuellen Stand ihrer Aktivitäten informieren. „Ein Jahr ist seit der vorigen Bürgerversammlung vergangen, in der wir erstmals unsere Forderungen zur Reduzierung der Lärmbelastung durch die Autobahn ausführlich vorstellten“, sagt Günther Schumann, Sprecher der IG Lärmschutz. Inzwischen habe sich viel ereignet. Die wichtigsten Lärmschutz-Themen werden sein: • Tempolimit auf 100 bzw. 80 km/h im Raum Holzhausen, • Anspruch für die Gebäude auf Lärmschutz, • neuer lärmarmer Fahrbahnbelag.

„Wir haben bereits viel Arbeit und noch mehr Zeit in die Forderungen nach geeignetem Lärmschutz gesteckt“, so Günther Schumann. Einiges habe man erreicht, doch eine der Hauptforderungen, die nach einer schnellen und einfach umzusetzenden Lärmreduzierung durch ein Tempolimit, noch nicht.

Mit der Fahrbahnsanierung der A 49 im Jahr 2010 wurde ein extrem lauter Fahrbahnbelag aufgebracht. Seither belastet der Lärm die Anwohner, die Grenzwerte nach der Bundeslärmschutzverordnung werden in Teilbereichen des Ortes sogar überschritten. „Alle bisherigen Versuche, mit der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil zu einvernehmlichen Lösungen zur Reduzierung des Verkehrslärms zu kommen, wurden abgelehnt“, sagt Günther Schumann. „Uns allen ist es zu laut. Wo bleibt die Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Menschen?“

Aussagen von Hessen Mobil, wie „Lärmschutzwände sind unverhältnismäßig“ und „Tempolimits widersprechen dem Sinn einer Autobahn“, machten die Menschen wütend. Eine gut besuchte Bürgerversammlung sei ein klares Zeichen, dass sich der Einsatz lohne und die Menschen hinter den Forderungen stehen. „Wir sind der Meinung, dass Fehler auch korrigiert werden können und müssen“, sagt Schumann. (zkr)

Informationen: bei Birgit Ranft, Tel. 05665/961166, und Günther Schumann, Tel. 0171-2277322, sowie im Internet unter www.laermschutz-a49.de

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