Radsportereignis vom 27. bis 29. Juni

Zwei Kommunen finanzieren die Deutsche Straßenmeisterschaften

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Sportveranstaltungen kosten Geld: Die Organisatoren der Deutschen Straßenmeisterschaften müssen 165 000 Euro auf den Tisch blättern. Das Bild stammt von einem früheren Rennen auf der „Edermünder Runde“ bei der Durchfahrt durch Besse. Archivfoto: zzp/nh

Baunatal/Edermünde. Bis zu 165.000 Euro haben die Kommunen Baunatal und Edermünde für die Organisation der Deutschen Straßenradmeisterschaften Ende Juni vorgesehen.

Das Geld wird nach Angaben von Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) unter anderem für die Zeitmessung und die Absperreinrichtungen entlang der Straßen ausgegeben. Das seien die dicksten Brocken des Radsportereignisses, das von 27. bis 29. Juni über die Bühne gehen soll.

Von der Stadt Baunatal werden 150 000 Euro bereitgestellt, Edermünde sei mit 15 000 Euro dabei, erläutert Schaub. Er gehe aber davon aus, dass der Gesamtbetrag bei Weitem nicht ausgeschöpft werde, sagt er weiter. „Wir werden das Geld nicht brauchen.“

Der veranstaltende Zweckverband der Kommunen Baunatal und Edermünde will die Kosten drücken, indem Geld von Sponsoren in die Kasse fließt. Einige Firmen hätten bereits einen Beitrag, unter anderem durch das Bereitstellen eines Fuhrparks, zugesagt.

Und das sind weitere Positionen auf der Ausgabenseite: Geld kosten laut Schaub der Einsatz eines Streckensprechers, Kleidung und Verpflegung der Helfer, das Einrichten eines Pressezentrums und das Preisgeld für die Sieger. Einzelkosten will Schaub mit Blick auf laufende Verhandlungen mit Dienstleistern noch nicht nennen. Nur so viel: 30 000 Euro habe man für Werbung eingeplant.

Baunatals Bürgermeister hält die Ausgaben für die Deutschen Meisterschaften für eine sinnvolle Investition. „Es ist ein regionales Ereignis“, sagt er. „Das ist Imagewerbung für die Region.“ Außerdem profitierten Geschäfte, Hotel- und Gastronomiebetriebe. „Es gibt allein 200 Aktive und 800 Teilnehmer beim Jedermannrennen.“ Hinzu kämen Betreuer und Funktionäre.

Diese Einnahmen der Betriebe flössen natürlich nicht in die Stadtkasse zurück, sondern kämen der Wirtschaft zugute. „Wir haben einen wirtschaftlichen Nutzen für die Region.“

Die Gemeinde Edermünde gab am Donnerstag trotz mehrfacher Anfrage der HNA keine Stellungnahme ab.

Um Kosten zu reduzieren, wollen die Veranstalter zudem möglichst viele ehrenamtliche Helfer einsetzen. „300 haben wir schon“, sagt Schaub. „Wir suchen aber noch mehr.“

Interessenten für eine Helfertätigkeit wenden sich an Klaus-Peter Metz, 05 61/4 99 22 72, oder registrieren sich über die Internetseite www.rad-dm2014.de.

Von Sven Kühling

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