Über 100 neue Arbeitsplätze

Lidl bezieht Stellung zu geplantem Logistikzentrum in Edermünde

Der Discounter Lidl plant in Edermünde den Bau einer neuen großen Logistikhalle.
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Der Discounter Lidl plant in Edermünde den Bau einer neuen großen Logistikhalle.

Der Discounter Lidl plant am Ortsrand von Edermünde den Bau eines neuen Logistikzentrums. Pressesprecher Mario Köhler erläutert das Vorhaben auf HNA-Anfrage.

Eine leistungsfähige Logistik ist, so Mario Köhler, Pressesprecher bei Lidl auf HNA-Anfrage, die Voraussetzung für die Versorgung der Bevölkerung. „Aus diesem Grund wollen wir in Edermünde ein neues, besonders nachhaltiges Verwaltungs- und Warenversorgungszentrum errichten. Die Belieferung unserer Filialen mit frischen Lebensmitteln und Waren für den täglichen Bedarf soll so langfristig sichergestellt werden.“

Das Unternehmen betreibt unweit des für die neue Halle anvisierten Standorts seit 2004 ein Großhandelslager, aus dem die Filialen im Umkreis beliefert werden. Aufgrund gewachsener Sortimente ist das Lager zu klein geworden.

Neues Lidl-Logistikzentrum in Edermünde: Hauptstandort in der Region

Bei dem geplanten Neubau am Kreisel der Grifter Straße handelt es sich um den Hauptstandort der Lidl-Regionalgesellschaft Kassel. Die Mitarbeiter dort seien verantwortlich für die Filialimmobilien, den Vertrieb, den Betrieb des Warenversorgungszentrums sowie die Betreuung der Mitarbeiter in den Filialen, der Verwaltung und der Logistik. Damit steuern sie den Geschäftsablauf von rund 70 Filialen. Das geplante Lidl-Logistikzentrum in Edermünde soll, so Köhler, über rund 45 000 Quadratmeter Lagerfläche und 3500 Quadratmeter Fläche im Verwaltungsgebäude verfügen.

Besonders nachhaltige Technik – eine Betonkerntemperierung, eine Photovoltaikanlage und effiziente Wärmerückgewinnungsanlagen – werde dafür sorgen, dass beim Betrieb des neuen Gebäudes wesentlich weniger Co2-Emissionen anfallen, als beim bestehenden Logistikzentrum.

Neues Lidl-Logistikzentrum in Edermünde: Mehr als 100 neue Arbeitsplätze

Mit dem neuen Gebäude könne die Tourenplanung bei der Belieferung der Filialen optimiert werden. „Daher rechnen wir lediglich mit 30 bis 50 zusätzlichen Lkw-Bewegungen pro Tag“, so Köhler. Alle Anfahrten würden wie bisher auch über die A 49 erfolgen. Genaue Angaben zur künftigen Zahl der Arbeitsplätze könnten nicht gemacht werden. „Wir rechnen jedoch mit über 100 neuen Stellen, darunter auch Positionen mit Führungs- und Leitungsfunktion“, sagt Köhler.

Die Edermünder Fraktionen wurden von Lidl kürzlich in einer nichtöffentlichen Gemeindevertretersitzung über die Pläne informiert. In der Bevölkerung regt sich indes Widerstand gegen das Projekt. Eine Bürgerinitiative etwa spricht sich gegen das Bauvorhaben aus.

Von Christina Zapf

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