Freiräume könnten auch öffentlich genutzt werden 

Viel Platz zum Toben: Pläne für neue Kitas in Besse und Grifte

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Zwillingsmodell: Thomas Petrich und Friedemann Roller zeigen auf die Freiflächen der künftigen Kitas in Besse und Grifte, die auch von den Bürgern genutzt werden können. 

Edermünde. Um die Kitas in den Ortsteilen gab es bislang viel Streit. Wie die möglicherweise identischen Gebäude aussehen könnten, wird noch bis Freitag, 13 Uhr, im DGH Haldorf gezeigt.

Das Thema Kitas in Besse und Grifte ist seit Jahren eine „enorme Belastung und allergrößte Sorge im Parlament“, sagt Bürgermeister Thomas Petrich. Vor allem die Pläne für einen Neubau auf dem Festplatz in Grifte haben Proteste ausgelöst. Eine Lösung könnte der am Montag ausgelobte Architektenwettbewerb bringen.

Auch wenn noch nicht entschieden ist, welcher der prämierten Entwürfe umgesetzt wird, einen klaren Favoriten gibt es. Die eingereichten Entwürfe können Interessierte noch heute, Freitag, von 11 bis 13 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Haldorf einsehen.

Noch bis Ende 2019 habe man die Betriebsgenehmigung für die Kindergärten Vogelnest in Besse und Pusteblume in Grifte, sagte Petrich. Über 30 Entwürfe für die Standorte Besse und Grifte wurden bei der europaweiten Ausschreibung eingereicht. Die siebenköpfige Jury bestand aus Petrich, den jeweiligen Kitaleitungen sowie Architekten. Außerdem gab es mehrere Berater.

Kinderfreundlich und möglichst günstig 

„Er ist kompakt, sehr funktional und kinderfreundlich“, sagte Petrich über den favorisierten Entwurf des Architekturbüros Löser Lott aus Berlin. Da die Grundstückssituation und die landschaftliche Umgebung in beiden Ortsteilen ähnlich seien, sieht der Entwurf den Bau von zwei gleichen Gebäuden vor, erklärte Friedemann Roller, dessen Kasseler Architekturbüro die Ausschreibung organisierte. Zwei gleiche Gebäude zu planen sei außerdem die günstigere Variante für die Gemeinde. Wie viel der Neubau kosten wird, sei noch nicht klar, sagte Petrich. Im vergangenen Jahr lagen die Schätzungen bei etwa siebeneinhalb Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.

In der nun folgenden Verhandlungsphase mit den drei Preisträgern des Wettbewerbs wird geklärt, welcher Entwurf umgesetzt werden soll. Der Neubau wird auch Thema in der nächsten Gemeindevertretersitzung im Oktober sein.

Die endgültige Entscheidung soll bis Ende des Jahres erfolgen, versicherte Petrich. Sollte der favorisierte Entwurf gewinnen, könnten die neuen Kindergärten in Besse und Grifte in Zukunft so aussehen: 

  • Die Kitas sollen jeweils Platz für sieben Gruppen auf zwei Stockwerken bieten. Das lässt mehr Platz für Freiflächen außerhalb der Kitas – ein Knackpunkt vor allem in Grifte. Dort sammelte eine Bürgerinitiative 400 Unterschriften gegen die Pläne, die Kita auf dem Festplatz zu errichten.
  • Die großen Freiflächen außerhalb der Kitas seien auch für die öffentliche Nutzung gedacht, sagte Friedemann Roller. In Besse soll das Gebäude räumlich mit dem Mehrgenerationenspielplatz verbunden werden.
  • In den Kitas soll es extra Räume zum Malen, Musizieren, Werkeln und Schlafen geben. Auch zwei Kindercafés und -küchen könnten entstehen.

Alle Gruppenräume haben durch Treppen einen direkten Zugang zum Garten. Strapazierfähiger Rasen soll sich mit Obstwiesen auf den freien Flächen abwechseln. Draußen soll es außerdem Platz geben für altersgerechte Spielmöglichkeiten sowie für Nestschaukeln, Versteckhütten und Hochbeete. 

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