Fusion der Wehren vom Tisch

Platznot bei der Feuerwehr: Edermünde baut Gerätehaus aus

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Hier ist die größte Baustelle: Das Gerätehaus in Holzhausen-Hahn muss künftig wegen Platznot ausgebaut werden. Außerdem wird das 32 Jahre alte Löschfahrzeug im N ovember durch ein mittleres Löschfahrzeug für 215 00 Euro ersetzt, wie Wehrführer Kevin Trost (links) und Bürgermeister Thomas Petrich berichten.

Die Feuerwehr Edermünde-Holzhausen ist so gut aufgestellt, dass eine Fusion nicht nötig ist. Das Gerätehaus muss aus Platznot sogar ausgebaut werden.

Gute Nachrichten für die Feuerwehr Edermünde-Holzhausen: Die Wehr ist so gut aufgestellt, dass eine Fusion nicht nötig ist. Außerdem muss das Gerätehaus aus Platznot jetzt sogar ausgebaut werden.

Während sich die Reihen in manchen Feuerwehren immer mehr lichten, ist die Zahl der Mitglieder in Edermünde stabil. So lautet die erfreuliche Nachricht für die Wehren der Gemeinde. Deshalb sei auch eine lange diskutierte Fusion der Wehren nicht notwendig, sagt Bürgermeister Thomas Petrich.

Einsatzabteilung ist gut aufgestellt

Die Einsatzabteilung sei mit insgesamt 103 Kräften gut aufgestellt. Laut dem neuesten Bedarfs- und Entwicklungsplan, den die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen hatte, bedeutet das sogar einen Überschuss von 13 Feuerwehrleuten gegenüber dem personellen Soll-Zustand. Laut Plan könnten nur im Ortsteil Besse künftig sechs Kräfte fehlen.

„Alle Wehren arbeiten an dem Ziel, Nachwuchs zu gewinnen“, sagt Petrich. In Besse ist die Feuerwehr sogar in einer Arbeitsgruppe der Grundschule aktiv. Das sei nur in wenigen Schulen in ganz Hessen der Fall.

Besonderer Stützpunkt für Kinder

Eine Besonderheit: Für die Kinder gibt es in Holzhausen/Hahn einen zentralen Stützpunkt. Einmal im Monat kommen dort alle Feuerwehrbegeisterten zusammen, um spielerisch für den Ernstfall zu üben.

Auch deshalb platzt die Holzhäuser Feuerwehr aus allen Nähten. In Zukunft wird dort wohl die größte Baustelle entstehen. „Die Platznot führt zu Problemen, deshalb brauchen wir einen Anbau“, sagt der Holzhäuser Wehrführer Kevin Trost. Die Räume in dem 80er-Jahre-Bau sind außerdem nicht mehr zeitgemäß.

Derzeit teilen sich die Jungen und Mädchen sowie die Frauen einen Umkleideraum. Deshalb müssen getrennte Räume her. „Als die Wehr gegründet wurde, gab es schlichtweg noch keine Frauen im Einsatz“, erklärt Trost und fügt hinzu: „Das hat sich massiv verändert.“ In Holzhausen seien fünf Frauen im aktiven Dienst und die Hälfte der Nachwuchsfeuerlöscher seien Mädchen.

Erweiterung soll mehr Platz für Übungen bieten

Die Erweiterung soll den Kindern und Jugendlichen auch mehr Platz für Übungen bieten und mehr Stauraum für Geräte schaffen. Zurzeit werden Unterlagen und Spielgeräte wie eine Spritzwand in anderen Feuerwehren oder gar bei Mitgliedern zuhause gelagert. „Langfristig geht es so nicht weiter“, betont Petrich.

Er schätzt die Kosten für den Anbau auf 370.000 Euro. Doch damit das Geld im nächsten Haushalt eingeplant werden kann, muss die Gemeindevertretung das erst noch beschließen. Förderanträge wurden bereits gestellt.

Änderungen auch in anderen Feuerwehren

Auch in anderen Feuerwehren wird sich einiges ändern. Laut dem Plan wird in Grifte eine geeignete Unterstellung für den Gerätewagen benötigt und auch dort muss die Unterbringung der Jugend angepasst werden.

Außerdem werde derzeit ein neuer Einsatzleitwagen für Edermünde beschafft, sagt Petrich. Das 120.000 Euro teure Fahrzeug wird seinen Standort in Besse haben.

In Haldorf werde zudem ein neuer Gerätewagen gebraucht. In Planung sei außerdem die Beschaffung einer Drohne. Diese kann mit einer Wärmebildkamera bei der Personensuche eingesetzt werden.

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