Kinderhilfe

Puppensammlerin aus Edermünde spendet Barbies für den guten Zweck

Zeigt ihre beiden Lieblings-Barbies: Sammlerin Heidrun Maeckler besitzt rund 200 Barbie-Puppen. Die Puppen, die sie nicht benötigt, aber in einem tadellosen Zustand sind, spendet sie.
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Zeigt ihre beiden Lieblings-Barbies: Sammlerin Heidrun Maeckler besitzt rund 200 Barbie-Puppen. Die Puppen, die sie nicht benötigt, aber in einem tadellosen Zustand sind, spendet sie.

Heidrun Maeckler aus Edermünde sammelt Barbies. Kürzlich spendete sie 23 Barbie-Puppen an die Kinder- und Jugendhilfe Haus „Carl Sonnenschein“ in Fritzlar.

Edermünde/Fritzlar – Manche Dinge kann man selbst nicht gebrauchen, aber andere freuen sich darüber. Das dachte sich auch Heidrun Maeckler aus Edermünde und schenkte der Kinder- und Jugendhilfe Haus „Carl Sonnenschein“ kürzlich 23 Barbie-Puppen. Doch was macht die Puppen von Heidrun Maeckler so besonders? Die 69-Jährige ist Sammlerin, die Barbies kommen meist aus den USA.

„Ich kaufe ganze Konvolute auf“, sagt sie. Wenn die nach ihrer langen Reise in Deutschland angekommen sind, sortiert und fotografiert die Rentnerin zunächst alle Exemplare, um sich einen Überblick zu verschaffen.

„Grundsätzlich sammele ich nur Barbie-Puppen aus den 1970ern und früher“, sagt Maeckler. Die Modellreihen, die sie besonders faszinieren heißen etwa „Ponytail“ oder „Living“. Auch einige Ken-Puppen gefallen ihr besonders gut. Insgesamt sind es fünf bis sechs verschiedene Modelle, die für sie interessant sind. „Manche behalte ich aber auch, weil sie mir einfach gut gefallen.“

Heidrun Maeckler besitzt rund 200 Barbie-Puppen

Ein bisschen Glück gehört beim Ankauf der Konvolute auch dazu, sagt Maeckler. Schließlich könne man den Zustand anhand von Bildern nie ganz genau bestimmen. Die Barbies, die nicht mehr gut beisammen sind, verkauft sie an Bastler weiter. „Jede Puppe, die ich verschenke, ist in einem sehr guten Zustand“, betont Maeckler.

Bevor die Neuzugänge in die Vitrine kommen oder weitergegeben werden, stehen aber noch einige Arbeitsschritte an. „Ich wasche auf jeden Fall die Kleider und die Haare der Puppen“, sagt sie, denn: „viele Kinder mögen es, den Puppen die Haare zu kämmen“. Dass der Zustand der Puppen einwandfrei ist, ist der 69-Jährigen wichtig. „Am Ende sehen die Puppen aus, wie frisch aus dem Laden.“ Weiterschenken statt verkaufen oder wegwerfen, das sei ihr eine Herzensangelegenheit.

Alle Barbies, die sie behält, werden inventarisiert. Jede Puppe bekommt ein kleines Schild mit einer Nummer. „Ich habe hier eine Liste mit allen Puppen, deren Nummer und dem Mindestpreis“, sagt Maeckler. Den entnimmt sie aus einem Katalog.

Rund 200 Barbie-Puppen besitzt Maeckler insgesamt. „Wenn ich mich dazu entscheide, etwas zu machen, dann beschäftige ich mich auch wirklich damit“, erläutert sie ihre Sammelleidenschaft.

Vorbild kam aus Deutschland

Das Vorbild für die erste Barbie-Puppe, die von der amerikanischen Firma Mattel hergestellt wurde, stammt eigentlich aus Deutschland. Es handelt sich um die sogenannte „Bild-Lilli“, eine Puppe, die in Deutschland seit Mitte der 1950er auf dem Markt war. Namensgebend war eine Comic-Figur, die regelmäßig in der Bild-Zeitung zu sehen war – eine adrette junge Frau mit Pferdeschwanz-Frisur. 1959 wurde die erste Puppe von Mattel in den USA vorgestellt. Nach Deutschland kam Barbie erst, nachdem die US-Firma im Jahr 1964 die Vermarktungsrechte an der Bild-Lilli erworben hatte.

(Daniel Seeger)

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