Rekord-Kühe Lena und Lexi aus Grifte: 200.000 Liter Milch im Leben

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Drei Generationen auf dem Milchviehbetrieb von Familie Scheffer: von links Nick, Andreas und Gerhard Scheffer mit den geehrten Milchkühen Lena (rechts) und Lexi. Beide haben in ihrem Leben jeweils über 100.000 Liter Milch gegeben.

Grifte. Wenn eine Kuh in ihrem Leben insgesamt mehr als 100.000 Liter Milch gibt, ist das schon bemerkenswert, bei zweien ist es außergewöhnlich.

Lena und Lexi haben diese Leistung erbracht. Dafür wurden sie jetzt, zusammen mit ihren Besitzern, ausgezeichnet.

Zu einer Feierstunde kamen zahlreiche Vertreter aus der Branche, aber auch aus der Gemeinde wie Bürgermeister Thomas Petrich, zum Gratulieren. Sichtlich stolz war der Senior-Chef des Betriebes, Gerhard Scheffer, der die Gäste begrüßte und Anekdoten aus dem Familienbetrieb erzählte.

Kuh Lena ist neun Jahre alt und hat in ihrem Leben bisher sechs Kälber geboren. Lexi ist zehn Jahre alt und brachte neun Kälber zur Welt. Durchschnittlich gaben die beiden Holstein-Schwarzbunt-Rinder 16.000 Liter Milch im Jahr. Das sei viermal so viel wie der Durchschnitt, sagte Scheffer.

„Wir legen größten Wert auf das Tierwohl“, sagte Scheffer und kritisierte, dass der Milchpreis in Deutschland zu billig sei. Im letzten halben Jahr musste der Betrieb gut zwanzig Rinder abgeben. Aktuell leben noch 120 Tiere in den Ställen. „Wir bräuchten einen anderen Preis, um unsere Kosten mit der Milch zu decken“, gibt der Landwirt zu bedenken.

„Dass die Kühe so eine Leistung erbringen, ist eine Sache von Generationen“, lobt der Zuchtleiter für Rinder in Hessen, Jost Grünhaupt. Der Vorsitzende des Regionalbauernverbandes Kurhessen, Adolf Lux, sagte, die Branche sei in einer Image- und Stimmungskrise in Sachen Milch. „Bei solchen Preisen kann man schon die Lust verlieren“, sagte er und freute sich umso mehr mit der Familie Scheffer und über die Zuchtleistung des Betriebes.

Seit 1976 betreibt Gerhard Scheffer mit seiner Familie den Hof in Grifte. Vier Generationen leben heute auf dem Hof. Schon seit mehr als 400 Jahren wird auf dem Grundstück Landwirtschaft betrieben.

Nach dem Trubel für die beiden Kühe gab es für die zahlreichen Gäste noch eine Hofbesichtung und eine kleine Stärkung. Die Kühe durften sich ausruhen und zurück in den Stall.

Von Axel Schürgels

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