Bürgerversammlung

Spielplätze in Grifte: Alles neu für Kinder

Der Erlebnisspielplatz Haldorf mit Seilbahn und Klettergerüst ist nicht nur im Sommer einen Ausflug wert. Die weitere Ausgestaltung wurde jedoch durch die Corona-Pandemie verzögert, so Sabrina Kurzenknabe.
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Der Erlebnisspielplatz Haldorf mit Seilbahn und Klettergerüst ist nicht nur im Sommer einen Ausflug wert. Die weitere Ausgestaltung wurde jedoch durch die Corona-Pandemie verzögert, so Sabrina Kurzenknabe.

Rund 25 Edermünder nahmen an der Bürgerversammlung in die Bilsteinhalle in Besse teil. Unter anderem wurden erste Ideen zur Neugestaltung der Spielplätze in Grifte vorgestellt. 

Edermünde – Rund 25 Edermünder waren am Dienstagabend, 26. Oktober, zur Bürgerversammlung in die Bilsteinhalle in Besse gekommen. Es galt die 3G-Regel. Sabrina Kurzenknabe, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Spielleitplanung Grifte, stellte erste Ideen zur Neugestaltung der Spielplätze in Grifte vor.

Danach informierte Bürgermeister Thomas Petrich die Anwesenden über die größten Projekte und Vorhaben. Anschließend wurden Fragen der Bürger beantwortet.

Spielplätze in Grifte werden neu gestaltet

Sowohl der Mehrgenerationenspielplatz in Besse als auch der Erlebnisspielplatz in Haldorf sind beliebte Ausflugsziele in der Gemeinde. Nun soll sich auch bei den Spielplätzen in Grifte einiges verändern. Zum einen sollen der Sportplatz und der Dorfpark, die nicht weit auseinander liegen, eine Einheit bilden.

Auf dem Sportplatz sollen sich Kinder ab zehn Jahren austoben. Am Rand könnte eine Kunststoffbahn (Tartanbahn) für Leichtathletik entstehen. Auf der Asphaltfläche sollen herausnehmbare Spielgeräte – beispielsweise ein Basketballkorb – aufgebaut werden. So könne der Platz weiterhin für die Kirmes genutzt werden.

Spielplatz am Pilgerbach in Grifte soll nach hinten verschoben werden

Im Dorfpark sollen Kinder unter drei Jahren im Mittelpunkt stehen. Für sie könnte es ein Wikingerschiff oder eine Sandmatschanlage geben. „Die alte Dorfeiche als Schattenspender bleibt“, sagte Kurzenknabe. Der Spielplatz am Amselweg werde aufgrund seiner Nähe zum Erlebnisspielplatz in Haldorf aufgegeben. Der Spielplatz am Pilgerbach soll Geräte für Kinder (unter und über drei Jahre) bieten. „Und ein Volleyballfeld für ältere.“ Da dieser Spielplatz derzeit nahe an der Straße liegt, soll er zum Schutz vor Verkehr und Straßenlärm innerhalb des Grundstücks nach hinten verlagert werden.

Als Nächstes werde ein Planer hinzugezogen, der Kinder und Jugendliche nach ihren Wünschen fragen soll. Das dann erarbeitete Konzept für die Spielplätze in Grifte muss anschließend vom Parlament verabschiedet werden, bevor es umgesetzt wird.

Bürgerversammlung: Edermünder stellen Fragen an Bürgermeister

Tanja Schmidt, Hartmut Schäfer und Rafael Felkl beschäftigten unter anderem die Fragen, was mit den Daten der Geschwindigkeitsmesser in der Gemeinde passiere, wie Kinder sicher zum Erlebnisspielplatz in Haldorf gelangen können und wie es mit den Plänen für das neue Lidl-Logistikzentrum steht.

Die Daten aus den Anlagen zum Messen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen könnten derzeit noch nicht aus den Geräten ausgelesen werden, so Petrich. Gemessen würden beispielsweise die Anzahl der Autos und deren Geschwindigkeit.

Bürger fordern Alternativen zu neuem Lidl-Logistikzentrum

Für die Wolfershäuser Straße in Haldorf stellte Petrich eine Querungshilfe am oberen Ende des Parkplatzes gegenüber des Erlebnisspielplatzes in Aussicht. Die Reduzierung der Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern auf 30 Stundenkilometer sei zunächst bei einer Verkehrsschau von einem Hessen-Mobil-Mitarbeiter befürwortet worden. Laut Petrich wurde sie bei einer weiteren Verkehrsschau jedoch von einem anderen, höher gestellten Mitarbeiter von Hessen Mobil wieder zurückgenommen.

Lidl hat laut Petrich einen Brief an die Fraktionen geschrieben. Darin habe das Unternehmen verlautbart, dass es noch Interesse am Standort Edermünde habe. „Ich vermisse, dass die Parteien Stellung zu Lidl nehmen“, sagte Ralf Bott aus Grifte, der weitere große Flächenversieglungen aufgrund von Hochwassergefahr in Grifte kritisch sieht. Des Weiteren wurde nach möglichen Alternativen zur Ansiedlung von Logistikern gefragt. Diese werde sich die Gemeinde laut Petrich überlegen. Denn sollte Lidl sich aus Edermünde zurückziehen, fehle ein Drittel der Gewerbesteuereinnahmen. (Christina Zapf)

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