Spielplatz-Test in Besse

Wo die Urenkel mit der Uroma spielen: Familie Otto testet mit vier Generationen den neuen Mehrgenerationenspielplatz in Besse

Auf dem Bild ist eine ältere Frau und zwei Jungs zu sehen. Sie sind alle drei auf einem Spielgerät.
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Die Urenkel haben mit der Uroma gemeinsam Spaß: Die 83-jährige Kathi Zindel mit ihren Urenkeln Nils (5) und Hendrik (7) Otto. Auf dem Rückentrainer wird auch das Gleichgewicht trainiert.

Stolze 640 000 Euro hat sich die Gemeinde Edermünde den Mehrgenerationenspielplatz in Besse kosten lassen. Die Nachricht von der Eröffnung schlug voll ein: Für Familien ist der Spielplatz seit drei Wochen ein beliebtes Ausflugsziel – sogar für Familien aus Kassel, Baunatal und Waldeck-Frankenberg. „Jeden Tag ist hier viel los“, sagt Maria Otto aus Besse. Die Besucher würden sich täglich ab 7.30 Uhr auf dem Spielplatz tummeln. Grund genug, um den Mehrgenerationenspielplatz von einer Besser Familie testen zu lassen.

Die Spielgeräte

Besse - Der Spielplatz bietet ein abwechslungsreiches Programm. Bei den insgesamt 25 Spielgeräten ist für jede Altersgruppe etwas dabei. Vom Klettergerüst, über Schaukeln bis hin zum Rückentrainer – dort kommt jeder auf seine Kosten. Die abwechslungsreichen Spielgeräte befinden sich auf rund 7500 Quadratmetern Spiel- und Freizeitfläche. Das entspricht einer Fläche von neuneinhalb Handballfeldern.

Viel zu bieten hat der Mehrgenerationen-Spielplatz in Besse: Die Anlage ist eröffnet, doch kommen in den nächsten Wochen noch weitere Attraktionen hinzu.

Die Planung

Ein Bücherhaus, in dem es aussortierte Bücher geben soll, findet demnächst seinen Platz. Die Bücher werden darin in einer Art Telefonzelle übereinandergestapelt. Bei den Themen soll für alle Altersgruppen etwas dabei sein – um sich zwischendurch auf einem Plätzchen mit einem guten Buch zurückziehen zu können. Außerdem soll im hinteren Teil des Spielplatzes eine Parcoursanlage entstehen sowie ein Kletterfelsen.

Die Schattenspender

Große Wiese, aber kaum Schatten: Ein aktuelles Problem, gerade an heißen Sommertagen, sind die 186 großen Sträucher auf dem Spielplatz. So groß sind die nämlich noch gar nicht. Beziehungsweise noch nicht so dicht bewachsen. Deshalb können sie noch keinen Schatten spenden. Und: „Sonnensegel sind für den Platz noch in der Planung“, sagt Otto.

Die Kinder

Während Judith Otto (2 Jahre) besonders gern auf der Wippe oder auf dem Marienkäfer sitzt, fahren ihre Brüder Nils (5) und Hendrik Otto (7) gerne mit der Seilbahn: „Das ist so cool. Die wird ganz schnell“, sagt der Siebenjährige.

Sie genießen das gute Wetter und das abwechslungsreiche Angebot auf dem Spielplatz: Judith (2) und ihre Mutter Maria Otto (31) auf dem Klettergerüst. Im Hintergrund ist eine von mehreren Rutschen zu sehen.

Außerdem ist der große Sandkasten eine Attraktion: „Da ist immer was los“, sagt Maria Otto. Der Clou sei dabei die Wasserpumpe. Damit befördern die Kinder Wasser in den Sandkasten hinein. „Dafür werden dann definitiv Wechselklamotten benötigt“, sagt die dreifache Mutter und lacht.

Die Jugendlichen

Die etwas älteren Kinder nutzen vor allem das Klettergerüst. Daneben halten sich die Jugendlichen gerne im hinteren Teil des Platzes auf, wo sich das Sportfeld befindet. Darauf spielen sie stundenlang Fußball oder Basketball – großer Spaßfaktor.

Die Senioren

Großeltern und Urgroßeltern, die auch mit Rollator auf den Spielplatz fahren können, sitzen oft an einem Tisch, an dem Schach gespielt werden kann. Kathi Zindel steigt mit ihren 83 Jahren auf einen Rückentrainer. Und: Es gibt auch genug Ruhebänke. „Die Kinder so glücklich zu sehen, ist schon toll“, sagt Uropa Heinz Zindel. Seine Ehefrau Kathi findet es gut, dass viele Spielgeräte der ehemaligen Edermünder Spielplätze auf dem Mehrgenerationenspielplatz stehen: „Das kommt alles den Kindern zugute.“ Die 83-Jährige ist so fit, dass sie mit ihren Urenkeln am Rückentrainer unter anderem das Gleichgewicht trainiert.

Das kommt alles den Kindern zugute.

Kathi Zindel, Uroma

Der Abstand

Maria Otto hat Sorge, weil rund um die Uhr so viel los ist auf dem Spielplatz. Und das in Coronazeiten. „Es ist schön, dass der Spielplatz überall so gut ankommt, aber einen negativen Beigeschmack hat das Ganze schon“, sagt sie.

Das Fazit

Der Mehrgenrationenspielplatz ist für die gesamte Familie ein lohnendes Ausflugsziel. Die tolle Anlage bietet genug Platz, um sich sportlich zu betätigen, zu spielen und sich auszuruhen. (Cora Zinn)

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