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Grimmwald-Tiny-Haus aus Edermünde mit „Typisch Hessisch Award“ ausgezeichnet

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Von: Christina Zapf

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Sind stolz auf die erhaltene Auszeichnung: von links Andrea Staude und Caroline Führer. Bald zieht das Tiny-Haus nach Calden um.
Sind stolz auf die erhaltene Auszeichnung: von links Andrea Staude und Caroline Führer. Bald zieht das Tiny-Haus nach Calden um. © Christina Zapf

Urlaub auf kleinstem Raum – das bietet das Grimmwald-Tiny-Haus. Andrea Staude und Caroline Führer aus Edermünde haben mit ihm den dritten Platz beim „Typisch Hessisch Award“ belegt.

Edermünde – Minimalismus und Freiheit auf vier Rädern – das bietet das Grimmwald-Tiny-Haus – ein kleines (engl. tiny) Haus mit nur wenigen Quadratmetern Fläche. Die Idee zum mobilen Ferienhaus hatten Andrea Staude und Caroline Führer aus Edermünde. Nun haben sie den dritten Platz beim „Typisch Hessisch Award“ (vormals Hessischer Tourismuspreis) belegt.

Die Auszeichnung ist mit 2000 Euro dotiert und wird für innovative, nachhaltige, barrierefreie sowie kundenfreundliche Tourismusangebote verliehen.

Die Preisträger

Der „Typisch Hessisch Award“ hieß bislang Hessischer Tourismuspreis und ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert, Kooperationspartner ist der ADAC Hessen-Thüringen.

1. Platz: Die Frankfurter Tourismus+Congress GmbH für ihren inklusiven Pilgerweg, ein durch Frankfurt verlaufender Abschnitt des Jakobswegs, der auf einer Länge von 15 Kilometern barrierefrei gestaltet wurde.

2. Platz: Das Rüdesheimer Angebot „Walk like a local“, eine per Smartphone geleitete Wandertour zu den lokalen Aussichtspunkten, deren Teilnehmer eine Weinprobe mit auf den Weg bekommen.

3. Platz: Die Grimmwald Tiny Haus GbR aus Edermünde mit ihrem mobilen Häuschen.

Grimmwald-Tiny-Haus aus Edermünde mit „Typisch Hessisch Award“ ausgezeichnet

Das Grimmwald-Tiny-Haus entstand, so berichtet Staude, durch Zufall aus dem Projekt „Märchenstuben“ für die Grimmheimat Nordhessen. Unter dieser Marke sollen alte Fachwerkhäuser in einem einheitlichen Stil zu Ferienwohnungen umfunktioniert werden.

Wer eine Märchenstube bucht, den soll, so Staude, ein besonderer regionaler Charme und Luxus erwarten. Staude und Führer konzipierten das Grimmwald-Tiny-Haus als Modell, um das Konzept für die Marke Märchenstuben zu veranschaulichen. Inzwischen werde das Konzept bereits umgesetzt, unter anderem in einem Fachwerkhaus in Trendelburg.

Grimmwald-Tiny-Haus: Urlaub auf 15 Quadratmetern

Das Grimmwald-Tiny-Haus gibt es seit 2020. Bis jetzt ist das kleine, mobile Urlaubsrefugium laut Staude ein Erfolg. „Es war der Wahnsinn“, sagt Staude, über den hohen Anklang, den das Mini-Domizil von Anfang an fand. Dass es so gut läuft, ist sicherlich auch auf die professionelle Vermarktung des mobilen Ferienhauses, auf die die beiden Frauen Wert legen, zurückzuführen. „Die Buchungen sind trotz Corona ungebrochen“, sagt Staude. Und so sind weitere, ähnliche Häuschen geplant. „Sie können vom Aussehen her variieren“, sagt die Innenarchitektin. Eines soll barrierefrei werden.

Im Inneren des mobilen Ferienhauses mit einer Grundfläche von 15 Quadratmetern achteten Staude und Führer auf die Verwendung regionaler Materialien – das Holz beispielsweise stammt aus Nordhessen. Der Hofgeismarer Schreiner Frank Baumann hat das Haus nach den Plänen Staudes gebaut. Innen wird modernes Design mit Feng Shui verbunden, um eine harmonische und gemütliche Umgebung zu schaffen – „einen Wohlfühlort“, wie Staude sagt.

Da sich alles auf engstem Raum befindet, wurde auch auf Funktionalität geachtet. So kann in einem mit einer Schiebetür abtrennbaren Bereich eine Person schlafen. Über eine Leiter erreicht man eine zweite Ebene, auf der zwei weitere Personen nächtigen können. Neben einer offenen Küche gibt es ein abschließbares Bad mit einer ebenerdigen Dusche und einer Ökotoilette.

Grimmwald-Tiny-Haus: Innenausstattung mit regionalem Bezug

Blick in das Tiny-Haus.
Blick in das Tiny-Haus: Dort gibt es alles Nötige auf nur 15 Quadratmetern Grundfläche. © Andreas Berthel

Die Innenausstattung schafft einen regionalen Bezug zu Nordhessen, indem sie Märchen der Brüder Grimm aufgreift. Beispielsweise erinnern viele der Kissen an Zwergzipfelmützen und unter der Dusche steht man in einem Märchenwald. An den Wänden hängen Bilder von Albert Schindehütte. Auf ihnen sind Szenen aus Grimm-Märchen zu sehen. Der in Kassel geborene und in Breitenbach aufgewachsene Grafiker und Zeichner gründete die „Schauenburger Märchenwache“.

Seit April stand das Grimmwald-Tiny-Haus auf dem Campingplatz in Kassel. Im Winter zieht es um auf den Junkernhof Meimbressen bei Calden. Sobald es dort steht, könne es wieder gebucht werden. „Vorher wird es wieder hübsch gemacht“, sagt Staude. (Christina Zapf)

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