Eigenheime stehen im Schwalm-Eder-Kreis wieder hoch im Kurs

Schwalm-Eder. Eigenheime sind im Schwalm-Eder-Kreis so begehrt wie lange nicht, und die Preise für Immobilien steigen - zumindest, wenn die Wohnlage gut ist.

Zu diesem Ergebnis kommt der Gutachterausschuss beim Amt für Bodenmanagement in Homberg.

2120 Kaufverträge wurden dieser Stelle im vergangenen Jahr vorgelegt (plus 13 Prozent). Häuser kosteten 2014 durchschnittlich 131 100 Euro. Das waren neun Prozent mehr als 2013.

Angesichts niedriger Zinsen wird das so genannte Beton-Gold immer beliebter. Das bestätigen auch die heimischen Banken, die eine deutlich verstärkte Nachfrage nach Krediten zum Bau und Kauf von Eigenheimen registrieren.

Ganz entscheidend für die Preise sei der Standort der jeweiligen Immobilie. Die höchsten Erlöse seien in den Mittelzentren und im Nordkreis zu erzielen, sagt Günther Kirchhoff, der Fachbereichsleiter für die Immobilienwert-Ermittlung beim Amt für Bodenmanagement.

Die Banken bestätigen den Trend. Die VR-Bank Schwalm-Eder habe bei der Wohnungsbaufinanzierung in 2014 250 Kredite herausgegeben, von denen 80 Prozent genutzt worden seien, um Altbauten zu kaufen und zu modernisieren, erklärte Vorstandsassistent Marco Rauthe. Insgesamt seien 60 Millionen Euro an Krediten für die Wohnbaufinanzierung aufgewendet worden, 2013 nur 53 Millionen Euro. Die Kreditzinsen lägen bei 1,5 bis 2,5 Prozent, je nach Bonität und Laufzeit.

Der Wunsch zum Kauf einer vorhandenen Immobilie stand auch bei den Kunden der Kreissparkasse Schwalm-Eder im Vordergrund, bestätigte Marcus Breitschwerdt vom Bankvorstand. Er hat festgestellt, dass es regional starke Unterschiede gebe. Breitschwerdt: „Der Trend geht zu den Mittelzentren.“ 80 Millionen Euro habe das Institut in 2014 an Krediten für den Wohnungsbausektor neu herausgegeben.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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